Der Brief ›An Galater‹


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Zum Beispiel: Das Thema Beschneidung

Da­rauf, nach vier­zehn Jah­ren, zog ich wie­der nach Je­ru­sa­lem hi­nauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. Ich zog aber hi­nauf ge­mäß ei­ner Of­­fen­ba­­rung und leg­te ihnen fra­gend das Ev­an­geli­um vor, das ich un­ter den Völ­kern ver­kün­de – den An­ge­seh­en­en aber ex­tra – ob ich nicht etwa ins Lee­re lau­fe oder ge­lau­fen war. Aber nicht ein­mal der mich be­glei­ten­de Titus wur­de, ob­wohl er ja Grie­che ist, zur Be­schnei­dung ge­zwung­en.

Trotz der sich ne­ben­her ein­geschli­chen ha­ben­den fal­schen Brü­der, die un­se­re Frei­heit, die wir in Christus Jesus ha­ben, aus­kund­schaf­ten woll­ten, um uns zu knech­ten – de­nen ga­ben wir auch nicht für ei­ne Stun­de durch Un­ter­ord­nung nach – da­mit bei euch die Wahr­heit des Ev­an­ge­li­ums ver­blei­be.

Gal 2, 1 - 5

Aber von den An­ge­se­hen­en - mir war gleich, was sie war­en, denn Gott sieht beim Men­schen die Per­son nicht an – die An­ge­se­hen­en also haben mir da­zu nichts auf­er­legt; im Ge­gen­teil.

Als sie ge­seh­en hat­ten, dass mir die Froh­bot­schaft an die Un­be­schnit­ten­en so an­ver­traut war wie an Petrus für die der Be­schnei­dung – denn der sich für Petrus im Amt eines Apos­tels als wir­kend er­wie­sen Ha­ben­de an de­nen aus der Be­schnei­dung hat­te sich auch als mit mir an den Hei­den als wir­kend er­wie­sen – und als die mir ge­ge­be­ne Gna­de von Jakobus, Kephas und Johannes er­kannt wor­den war, sie gal­ten als Säu­len, und ga­ben mir und Barnabas ih­re Rech­ten zur Ge­mein­schaft; dass wir zu den Hei­den und sie zur Be­schnei­dung ging­en.

Nur, dass wir der Ar­men ge­den­ken soll­ten – ich war auch ei­frig ge­we­sen, eben die­ses zu tun.

Gal 2, 6 - 10

Und der Her­zens­ken­ner Gott hat Zeug­nis ab­ge­legt, hat ih­nen den Hei­li­gen Geist ge­ge­ben wie auch uns, und hat in kei­ner Wei­se ei­nen Un­ter­schied ge­macht zwi­schen ih­nen und uns; durch den Glau­ben hat er ih­re Her­zen ge­rei­nigt.

Apostel-Taten 15, 8.9

Durch Glauben an Jesus vor Gott gerecht

Als aber Kephas (Petrus) nach Antiochien kam, trat ich ihm ins An­ge­sicht ent­ge­gen, weil er ge­rich­tet war.

Be­vor näm­lich ei­ni­ge von Jakobus ge­kom­men wa­ren, hat­te er zu­sam­men mit de­nen in den Völ­kern ge­ges­sen, als sie je­doch ge­kom­men wa­ren, zog er sich zu­rück und son­der­te er sich ab, die aus der Be­schnei­dung fürch­tend. Und mit ihm heu­chel­ten eben­so die üb­ri­gen Ju­den; so dass so­gar Barnabas sich von die­ser Heu­che­lei mit­rei­ßen ließ.

Gal 2, 11 - 13

Aber als ich ge­se­hen hat­te, dass sie nicht recht wan­deln – ge­mäß der Wahr­heit der Froh­bot­schaft – sag­te ich vor al­len zu Kephas: Wenn du als Jude heid­nisch, und nicht jü­disch lebst – wie zwingst du die Hei­den, jü­disch zu le­ben?
    Wir sind zwar von Na­tur aus Ju­den, und nicht Sün­der aus den Hei­den, wis­sen je­doch, dass der Mensch nicht auf Grund von Wer­ken nach dem Ge­setz ge­recht ge­spro­chen wird – wenn nicht durch den Glau­ben an Jesus Christus.

Auch wir sind an Christus Jesus gläu­big ge­wor­den, da­mit wir auf Grund des Glau­bens an Christus ge­recht ge­spro­chen wer­den – und nicht auf Grund von Wer­ken nach dem Ge­setz, weil auf­grund von Wer­ken nach dem Ge­setz jed­we­des Fleisch nicht ge­recht ge­spro­chen wer­den wird.

Gal 2, 14 - 16

Wenn wir je­doch in Christus ge­recht ge­spro­chen zu wer­den wün­schen – sel­ber aber noch als Sün­der be­fun­den wor­den sind – ist dann Christus ein Die­ner der Sün­de? Es mö­ge nicht ge­sche­hen!

Wenn ich al­ler­dings das, was ich nieder­ge­ris­sen ha­be, wie­der auf­baue, stel­le ich mich als Über­tre­ter dar. Denn – durch das Ge­setz bin ich dem Ge­setz ge­stor­ben, damit für Gott ich le­be. Mit Christus bin ich ge­kreu­zigt worden. Ich le­be, je­doch nicht mehr ich, aber es lebt in mir – Christus.

Was ich je­doch im Fleisch jetzt le­be, le­be ich im Glau­ben; dem an den Sohn Got­tes. Den, der mich ge­liebt – und sich selbst für mich hin­ge­ge­ben hat.

Ich ver­wer­fe nicht die Gna­de Got­tes, denn: Wenn die Ge­rech­tig­keit durch das Ge­setz kä­me, dann wä­re Christus ver­geb­lich ge­stor­ben.

Gal 2, 17 - 21