1 Und es geschah, als Jesus an einem bestimmten Platz war, betend, als er aufhörte, sprach einer der Seinen Schüler zu ihm: Herr, lehre uns zu beten, so wie auch Johannes lehrte, die seinen Schüler.
2 Er sagte nun zu ihnen:
Wenn ihr betet, sprecht »Vater, geheiligt sei der Name, Deiner, es komme das Königtum, Deines, 3 das Brot, unseres, das benötigte, gib uns für den Tag, 4 und vergib uns auch die Sünden, unsere, weil wir jedem vergeben, der uns schuldet1 , und bringe uns nicht in Prüfung.«
5 Und er sagte zu ihnen: Wer von euch wird einen Freund haben und wird um Mitternacht zu ihm gehen und zu ihm sagen: »Freund, leihe mir drei Brote, 6 denn ein Freund ist zu mir gekommen, von einer Reise, und ich nichts habe, das ich ihm vorsetzen kann.«
7 Und er, von drinnen, sagte »Mach' mir keine Mühe, nun ist die Tür geschlossen und die meinen Kinder sind bei mir, in dem Bett, keinesfalls kann ich aufstehen, dir zu geben.«
8 Ich sage euch, wenn auch er nicht ihm geben und aufstehen wird, weil der sein Freund ist – doch wegen dessen Dreistigkeit wird er, aufgestanden, ihm geben, so viel er nötig hat.
9 Und ich sage euch: Fragt, und euch wird gegeben werden, sucht, und ihr werdet finden, klopft, und es wird euch geöffnet werden.
10 Jeder nämlich, der bittet, empfängt, und der Suchende findet und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.
11 Welchen Vater jedoch unter euch wird der Sohn um einen Fisch angehen, und anstatt des Fisches wird er eine Schlange ihm geben? 12 Noch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm geben einen Skorpion!
13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, wisst, gute Dinge zu geben, den Kindern, euren – wieviel mehr wird der Vater des Himmels geben: Geist, Heiligen2, den Bittenden Ihn.
* * *
Dies Kapitel wird, so Gott will, zum Shabat am 28. Januar 2023 n. Chr. zu Seiner Ehre fortgesetzt werden:
„Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.“
Jakobus 4, 15b
1) Vergebung
Vielfach herrscht die Auffassung, bei Gott gäbe es alles geschenkt, doch unser Vater im Himmel, Vater unseres Erretters, hat für die von uns selber für uns ersehnte Vergebung etwas zur Bedingung gemacht:
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; 15 wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebet, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben.
Nach Matthäus 6, 14.15
Aus: Schlachter '51
Anm.: Diese Passage steht im Anschluß an das 'Vaterunser' im Bericht des Matthäus, als ein Hinweis Jesu. Hier, bei Lukas, ist dies Thema sogar ins Gebet integriert.
• In der weltlichen Literatur gibt es den Titel 'Vergib - wenn du kannst.' Doch am Kreuz von Golgatha war es ja auch nicht leicht gewesen.
Gott, der Jesus im Garten Gethsemane durch einen Engel gestärkt hatte, stärkt auch den, der zu vergeben sucht. Ein Prozess, der sich über Jahrzehnte erstrecken kann und mit dem Begreifen der eigenen Sündhaftigkeit zusammenhängt.
2) Geist, Heiliger
Das Geben Heiligen Geistes ist ein Geben Gottes, des Vaters, wie die Schrift hier aussagt. Lukas stellt diesen Geist Gottes definitiv nicht als eine unabhängige Persönlichkeit dar, die eigene Entscheidungen bezüglich ihres Kommens zu uns oder Fernbleibens von uns trifft.
• Er stellt ihn dar als wegen der Liebe von Gott Vater zu uns, Seinen Kindern, zu uns kommend.
• Das beliebte Aufwerten des Weiblichen mittels dem Herabwürdigen von allem, was männlich ist, insbesondere jedweden Patriarchats*, beschädigt sukzessive das Vertrauen zu Gott-dem-Vater, den die, die Er Seinem Sohn Jesus Christus zugeführt hat, Vater nennen sollen in aller Hoffnung auf Seine Liebe.
*) 'Patriarchat' sowie 'Matriarchat' sind zunächst einmal lediglich Bezeichnungen für Herrschaftsformen. Wer allerdings die Macht hat, mißbraucht sie erfahrungsgemäß gelegentlich, oder trifft zumindest manchmal Fehlentscheidungen.
• Das Kreuz Jesu Christi zahlt allerdings für die unabsichtlich begangenen Sünden der irdischen Väter (vergl. »An Hebräer 10, 26ff«). Dort geht es – im Gegensatz – um Strafe für vorsätzlich begangene Sünden.
Gott Vater jedoch ist ohne den Hauch irgendeiner Verkehrtheit und schenkt Heiligen Geist den Bittenden. Seine Vaterschaft ist geistlich, ohne die möglichen Fehler des Fleisches, und er selbst ist Geist, wie die Schrift bezeugt (»Nach Johannes 4, 24«).
Texterstellung / Schriftverständnis
Die biblischen Texte waren über längere Zeit meist von mir selbst abgefasst worden, bis ich 2022 stark eingeschränkt wurde, und fast ausschliesslich auf ältere, m. E. ebenfalls urheberrechtlich unbedenkliche Übersetzungen zurückgriff. Beides nicht aus Eigenbrötlerei, sondern, um nicht in Abhängigkeit von Verlagen zu geraten.
Für wesentlich halte ich nicht, eine gaaaaanz spezielle Super-Lieblingsbibel zu nutzen, sondern, zu glauben, und sich dem Sohn Gottes nach der Lehre Seiner Apostel auch zu unterstellen, und dabei nicht zuletzt sein eigenes Gewissen zu gebrauchen.
Die älteren Übersetzungen klingen in der heutigen Zeit zwar stellenweise etwas angestaubt und sind auch nicht ganz auf dem Stand der inzwischen verfügbaren Grundtexte, doch eigene Abfassungen waren mir auf Grund der Einschränkungen leider nicht möglich gewesen.
Perfekt vor unserem Gott und Eigentümer sind wir alle lediglich – und zum Glück – aus Glauben.Den Nutzerinnen und Nutzern dieser Site wünsche ich aufs allerherzlichste den beständigen Beistand des Heiligen Geistes zu dem Verstehen, wie Gott es meint.
Verwendete Materialien:
Schlachter 1951, Hermann Menge 1939, Elberfelder 1905; mit Dank entnommen dem Xiphos / Sword -Projekt (für Windows, Linux, Android)
Das Alte Testament: Interlinearübersetzung Hebräisch-Deutsch, Rita Maria Steurer, Hänssler-Verlag 1989 - 2003
Interlinearübersetzung Griechisch-Deutsch, Ernst Dietzfelbinger, Hänssler-Verlag 2003
Konkordantes Neues Testament, Pforzheim 1995
Berean Interlinear Bible (draft-Xiphos), Pittsburgh 2016
Die Heilige Schrift (1954), Naftali Herz Tur-Sinai (1886 - 1973), vom Textbestand her wie Buber/Rosenzweig und Luther im AT (also ohne Apokryphen, bzw. Apokryphen sind als solche kenntlich gemacht), 3. Aufl. Neuhausen-Stuttgart 1997. Veröffentlicht in Israel bei The Jewish Publishing House LTD., Jerusalem.
• Aufgeteilt in Thora (Moses), Nebiim (Propheten) und 'we Ketubim' ('und Schriften'). Es ist die eigentliche Heilige Schrift der Juden (bzw. Israeliten), die Jesus Christus noch nicht als den Messias anerkennen; folgerichtig ohne die ntmtl. Schriften. Die Talmude enthalten Auslegungen dazu.
Münchener Neues Testament (graecisierende ÜS), 7. Aufl. Düsseldorf 2004
Elberfelder Bibel, NT, Textkritische Ausgabe, Textstand 30, Witten 2017
Griechisch-deutsches Wörterbuch zum Neuen Testament, Friedrich Rehkopf, Göttingen 2000
Strong's Greek Bible Dictionary, 1890 (Sword module version 1.2)
ESV (English Standard Version), mit Nestle-Aland 28 (Greek-English Interlinear, Mounce's Parsings), Westminster Leningrad Codex (Basis der BHS (Biblia Hebraica Stuttgartensia), Hebrew-English Interlinear) und dem Olive Tree Enhanced Strong's Dictionary, Verleger: Crossway; olivetree.com 2021 (für Windows, Apple, Android u. Reader)• Aus zeitlichen Gründen wurden mit Beginn der 'Psalmen' -Serie Texte der 'Elberfelder 1905' bzw. 'Schlachter 1951' aus dem Xiphos / Sword -Projekt dann auch unverändert, bis auf das Ersetzen von 'Jehova' bzw. 'HERR' mit 'JHWH', verwendet.
Die ersten vier Berichte des NT heißen in den griechischen Texten schlicht ›Nach Matthäus‹, ›Nach Markus‹, ›Nach Lukas‹ und ›Nach Johannes‹.
Intensive Abhandlungen über das Evangelium Gottes, und die erlösende Nachricht vom ›vor Gott gerechtfertigt sein‹ finden sich dagegen in vielen Schriften des NT, z.B. dem Brief an die Galater, der ursprünglich nur ›An Galater‹ geheißen hatte.
Um den Charakter der biblischen Dokumente nicht bewusst zu verfälschen (und die Interpretation ihrer Überschriften den Lesern zu überlassen), wurden auf dieser Site meist deren Original-Überschriften verwendet.
Werden – entgegen der griechischen sog. "Grundtexte" – die vier Berichte über das Leben Jesu als "Evangelien" bezeichnet, kann man dadurch auf die Idee kommen, darin genügend über "Das Evangelium" informiert zu werden.
Das ist jedoch so nicht richtig, denn in ihnen wird nicht ausführlich vor den vielen fehlerhaften Praktiken, die die eigentlichen Gottes-Worte von Lehre und Leben Jesu Christi verwässern können, gewarnt.Wenn nämlich Menschen, anstatt im Sinne Jesu denken und handeln zu lernen, mit der Einhaltung eines Korsetts von Glaubens-bezogenen Feiertagen und / oder übertrieben genau fixierten Gottesdienst-Abläufen beschäftigt werden, damit sie sich dann in bloßer Ausfüllung desselben als "gut" und "gläubig" betrachten können, lenkt sie das ja geradezu von den wesentlichen Inhalten des Evangeliums Gottes ab, das in der Möglichkeit eines Lebens mit Jesus Christus als Lehrer, Meister und Herr in allen Lebenslagen besteht; indem man überhaupt richtig auf das hören kann, was er gesagt hat – indem man an ihn glaubt, und seiner Lehre folgt.
Und all seine Hoffnung auf ihn setzt - als Wichtigstes diese eine, unsäglich große Hoffnung auf das Leben nach dem Irdischen!Mit anderen Worten: Erstrangig die Informationen gründlich auszuwerten, die er selbst seinen Anhängern damals gegeben hat, und sich darauf zu konzentrieren – so sehr ein Minimum an Organisation auch nötig sein mag.
Und nicht nach außen hin schön zu tun, die Schriften jedoch selbstherrlich zu zensieren, und die Herrschaft über das eigene Selbst auch bibel-fernen Ideologien bzw. Kulturmoden zu überantworten (Sozialismus, Konsumismus, Feminismus, Esoterik, Leistungssport, Technik-, Erderhaltungs- bzw. Ernährungswahn u.v.a.m.) – auch wenn manche dieser Dinge in einzelnen Punkten gewisse Überschneidungen mit Werten in der Bibel haben.
Hielten nicht auch sie Werte hoch, wären sie nicht so attraktiv (z.B. Schutz der Armen, der Kinder, der Frauen, der Natur).Gott jedoch als ihren Herrn lehnen sie ab – doch unter wessen Fürsorge und Herrschaft stehen denn Arme, Kinder, Frauen und die Natur? Und gibt sein Wort nicht genügend Anleitung zu allem?
Weder Feiertags-Vorschriften noch ganz spezielle Gottesdienst-Abläufe hat Christus Jesus uns durch seine Apostel überliefern lassen, allein die Freiheit für den Shabat: „Der Shabat ist um des Menschen willen gemacht, nicht der Mensch um des Shabats willen (›Nach Markus‹ 2, 27).“
Übrigens ist in den Schriften der Bibel auch keine Willenskundgebung Gottes niedergelegt, den Shabat auf den ersten Tag der Woche zu verlegen, und ihm seinen Namen zu nehmen. Wer hat das angeordnet?
Die Anbetung der Sonne („Sonntag“) überlasse man wieder den Heiden, anstatt sich bei ihnen anzulehnen. Und wer möchte an einem anderen Tag feiern, als die Söhne und Töchter Abrahams, Isaaks und Jakobs?
„Denn er selbst ist unser Frieden, der beide zu einem gemacht hat, und die Barriere des Zaunes niedergerissen: die Feindschaft.“ (Paulus ›An Epheser‹ 2, 14)
„Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“
(Jesus Christus ›Nach Johannes‹ 15, 14)
• Anmerkung zu dem Namen Gottes, der (2. Mose 3, 15) dem Moses offenbart worden war, damit er ihn den Söhnen Israels nenne:
Auch auf ›jesusistderweg.de‹ wird dieser Name JHWH genannt, statt der üblichen Ersatz-Bezeichnung HERR, da Gott ihn dem Moses zum Weitersagen gegeben hatte, nicht zum Verschweigen.
Die ›Furcht des Herrn‹ sollte sich im gottesfürchtigen Verhalten der Glaubenden und Hoffenden niederschlagen, nicht in einer Angst, den Namen Gottes auszusprechen, da man ihn ja vielleicht aus Versehen zu etwas Unrechtem aussprechen könnte. Man sollte schlichtweg nichts Unrechtes (falsches Zeugnis, Betrug) reden!