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Nach Lukas, Kap. 5
Elberf. 1905

Es geschah aber, als die Volks­men­ge auf ihn an­dräng­te, um das Wort Got­tes zu hören, dass er an dem See Ge­ne­za­reth stand.

Und er sah zwei Schif­fe am See ste­hen; die Fi­scher aber waren aus den­sel­ben ge­tre­ten und wu­schen ihre Netze. Er aber stieg in eines der Schif­fe, wel­ches Simon ge­hör­te, und bat ihn, ein wenig vom Lande hi­n­aus­zu­fah­ren; und er setz­te sich und lehr­te die Volks­men­gen vom Schif­fe aus.

Als er aber auf­hör­te zu reden, sprach er zu Simon:
Fahre hi­n­aus auf die Tiefe und las­set eure Netze zu ei­nem Fange hinab. Und Simon ant­wor­te­te und sprach zu ihm:
Meis­ter, wir haben uns die ganze Nacht hin­durch be­müht und nichts ge­fan­gen, aber auf dein Wort will ich das Netz hi­n­ab­lassen.

Und als sie dies getan hat­ten, um­schlos­sen sie eine große Menge Fi­sche, und ihr Netz riß. Und sie wink­ten ihren Ge­nos­sen in dem an­de­ren Schif­fe, dass sie kämen und ihnen hül­fen; und sie kamen, und sie füll­ten beide Schif­fe, so dass sie sanken.1

Als aber Simon Pe­trus es sah, fiel er zu den Knie­en Jesu nie­der und sprach:

Geh von mir hi­n­aus, denn ich bin ein sün­di­ger Mensch, Herr.

Denn Ent­set­zen hatte ihn er­faßt und alle, die bei ihm waren, über den Fang der Fi­sche, den sie getan hat­ten; 10 glei­cher­wei­se aber auch Ja­ko­bus und Jo­han­nes, die Söhne des Ze­be­däus, wel­che Ge­nos­sen von Simon waren.

Und Jesus sprach zu Simon:

Fürch­te dich nicht; von nun an wirst du Men­schen fangen.

11 Und als sie die Schif­fe ans Land ge­bracht hat­ten, ver­lie­ßen sie alles und folg­ten ihm nach.

12 Und es geschah, als er in einer der Städ­te war, siehe, da war ein Mann voll Aus­satz; und als er Jesum sah, fiel er auf sein An­ge­sicht und bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich rei­nigen. 13 Und er streck­te die Hand aus, rühr­te ihn an und sprach:

Ich will2; sei ge­rei­nigt! 

Und als­bald wich der Aus­satz von ihm.

14 Und er gebot ihm, es nie­mand zu sagen:
Son­dern gehe hin und zeige dich dem Pries­ter und op­fe­re für deine Rei­ni­gung, wie Moses ge­bo­ten hat, ihnen zum Zeugnis.

15 Aber die Rede über ihn ver­brei­te­te sich um so mehr; und große Volks­men­gen ver­sam­mel­ten sich, ihn zu hören und von ihren Krank­hei­ten ge­heilt zu werden.

16 Er aber zog sich zu­rück und war in den Wüs­te­nei­en und betete.


17 Und es ge­schah an einem der Tage, dass er lehr­te; und es saßen da Pha­ri­sä­er und Ge­setz­leh­rer, wel­che aus jedem Dorfe von Ga­li­läa und Judäa und aus Je­ru­sa­lem ge­kom­men waren; und des Herrn Kraft war da, um sie zu heilen.

18 Und siehe, Män­ner, wel­che auf einem Bett einen Men­schen brin­gen, der ge­lähmt war; und sie such­ten ihn hi­n­ein­zu­brin­gen und vor ihn zu legen. 19 Und da sie nicht fan­den, auf wel­chem Wege sie ihn hi­n­ein­brin­gen soll­ten wegen der Volks­men­ge, stie­gen sie auf das Dach und lie­ßen ihn durch die Zie­gel hinab mit dem Bett­lein in die Mitte vor Jesum.

20 Und als er ihren Glau­ben sah, sprach er:

Mensch, deine Sün­den sind dir ver­geben.

21 Und die Schrift­ge­lehr­ten und die Pha­ri­sä­er fin­gen an zu über­le­gen, indem sie sagten: Wer ist die­ser, der Läs­te­run­gen redet? Wer kann Sünden ver­ge­ben, außer Gott allein?

22 Als aber Jesus ihre Über­le­gun­gen er­kann­te, ant­wor­te­te und sprach er zu ihnen: Was über­le­get ihr in euren Herzen? 23 Was ist leich­ter, zu sagen: Dir sind deine Sün­den ver­ge­ben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?

24 Auf dass ihr aber wis­set3, dass der Sohn des Men­schen Ge­walt hat auf der Erde, Sün­den zu ver­geben... sprach er zu dem Ge­lähmten:

Ich sage dir, stehe auf und nimm dein Bett­lein auf und geh nach dei­nem Hause.

25 Und als­bald stand er vor ihnen auf, nahm auf, wo­rauf er ge­le­gen hatte, und ging hin nach sei­nem Hause, indem er Gott ver­herr­lichte. 26 Und Stau­nen er­griff alle, und sie ver­herr­lich­ten Gott und wur­den mit Furcht er­füllt und sprachen:

Wir haben heute au­ßer­or­dent­li­che Dinge ge­sehen.

27 Und nach die­sem ging er hi­n­aus und sah einen Zöll­ner, mit Namen Levi, am Zoll­hau­se sit­zen und sprach zu ihm:

Folge mir nach.

28 Und alles ver­las­send, stand er auf und folg­te ihm nach.

29 Und Levi mach­te ihm ein gro­ßes Mahl in sei­nem Hause; und da­selbst war eine große Menge Zöll­ner und an­de­rer, die mit ihnen zu Ti­sche lagen.

30 Und die Phari­sä­er und ihre Schrift­ge­lehr­ten murr­ten gegen seine Jün­ger und spra­chen:
Warum esset und trin­ket ihr mit den Zöll­nern und Sündern?

31 Und Jesus antwor­te­te und sprach zu ihnen:

Die Ge­sun­den be­dür­fen nicht eines Arz­tes, son­dern die Kran­ken; 32 ich bin nicht ge­kom­men, Ge­rech­te zu rufen, son­dern Sün­der zur Buße.

33 Sie aber spra­chen zu ihm: Warum fas­ten die Jün­ger Jo­han­nes' oft und ver­rich­ten Ge­be­te, glei­cher­wei­se auch die der Pha­ri­sä­er; die dei­ni­gen aber essen und trinken?

34 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr könnt doch nicht

die Ge­fähr­ten des Bräu­ti­gams

fas­ten las­sen, wäh­rend der Bräu­ti­gam bei ihnen ist?

35 Es wer­den aber Tage kommen, und wann der Bräu­ti­gam von ihnen weg­ge­nom­men sein wird, dann, in jenen Tagen, wer­den sie fasten.

36 Er sagte aber auch ein Gleich­nis zu ihnen:

Nie­mand setzt einen Fli­cken von einem neuen Klei­de auf ein altes Kleid; sonst wird er so­wohl das neue zer­schnei­den, als auch der Fli­cken von dem neuen zum alten nicht pas­sen wird.

37 Und nie­mand tut neuen Wein in alte Schläu­che; sonst wird der neue Wein die Schläu­che zer­rei­ßen, und er selbst wird ver­schüt­tet werden, und die Schläu­che wer­den ver­der­ben; 38 son­dern neuen Wein tut man in neue Schläu­che, und beide wer­den zu­sam­men er­halten.

39 Und nie­mand will, wenn er alten ge­trun­ken hat, als­bald neuen, denn er spricht:

Der alte ist besser.4





1) So dass sie san­ken: ist im Deut­schen miss­ver­ständ­lich. Ge­meint kann hier nur ein »be­trächt­lich tie­fer ins Was­ser ein­sinken« sein.

2) Ich will: Das ist die Stim­me des Bräu­ti­gams; die Summe sei­ner Jün­ger (–in­nen) ist seine Braut (→Of­fen­ba­rung Jo­han­nes 22, 17a).

3) Auf dass ihr aber wis­set: Die wie­der­er­lang­te Be­we­gungs­fä­hig­keit des Man­nes be­weist, dass ihm seine Sün­den tat­säch­lich ver­ge­ben wor­den sind.

• Im psycho­lo­gi­schen Dis­kurs wird oft ge­sagt, De­pres­sio­nen seien die Folge von Ag­gres­si­vi­tät gegen sich selbst (sog. Au­to­ag­gres­si­on).
Meine Idee dazu ist, Selbst­vor­wür­fe oder Schuld­ge­füh­le, schlimms­ten­falls gar Selbst-Be­stra­fun­gen, ver­suchs­wei­se ein­mal auf (sogar ver­meint­li­che!) Ver­sün­di­gun­gen zu­rück­zu­füh­ren – um es der ei­ge­nen Seele an­schlie­ßend auf Grund der gött­li­chen Gnade des Kreu­zes­to­des Jesu Christi, er­lit­ten auf Gol­ga­tha als Lö­se­geld für die Men­schen be­züg­lich deren Sün­den, um so woh­ler sein zu lassen:

Er starb an un­serer statt. 

Für einen frei­en Weg in die Ewige Herr­lich­keit bei Sei­nem und un­se­rem Vater. Amen.

4) Eventuell liegt in V 39 eine the­ma­ti­sche Wei­ter­ent­wick­lung; und Der alte ist bes­ser deu­tet die an­ge­neh­me We­sens-Ver­än­de­rung (Hei­li­gung), die sich bei einem Leben 'in Chris­tus' bei den Glau­ben­den im Lauf der Zeit er­eig­net, an.

• Jesus der Wein, die Schläu­che sind wir, nimmt der Chris­tus in uns zu, so ist es gut:

„Er muß wach­sen, ich aber ab­nehmen.“

Nach Johannes 3, 30

„Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib der Tem­pel des Hei­li­gen Geis­tes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid?“

›An Korinther 1‹ 6, 19

Text­er­stel­lung / Schrift­ver­ständ­nis

Die bibli­schen Texte wur­den von mir selbst ab­ge­fasst, so­fern nicht an­ders ver­merkt. Nicht aus Ei­gen­sinn, son­dern, um nicht in Ab­hän­gig­keit von Ver­la­gen zu sein.
Die (ur­he­ber­recht­lich frei­en) äl­te­ren Über­set­zun­gen wie­de­rum klin­gen m.E. in der heu­ti­gen Zeit zu 'ält­lich', daher habe ich, mit stän­di­gem ei­ge­nen Ge­winn am Wort Got­tes, die auf die­ser Web­site ver­wen­de­ten Texte selbst er­stellt (wenn nicht an­ders ge­kenn­zeich­net).
So, wie ein Pre­di­ger z.B. ar­bei­tet: mit auch ei­ge­nen For­mu­lie­run­gen, doch so nah an der Wahr­heit, wie es eben nur geht.
Perfekt vor un­se­rem Gott und Ei­gen­tü­mer sind wir alle le­dig­lich – und zum Glück – aus Glau­ben.

Den Nutze­rin­nen und Nut­zern die­ser Site wün­sche ich aufs al­ler­herz­lich­s­te den be­stän­di­gen Bei­stand des Hei­li­gen Gei­s­tes zu dem Ver­ste­hen, wie Gott es meint.


• Text­basis: Schlach­ter 1951 u. Her­mann Menge 1939; mit Dank ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Pro­jekt.
• Über­ar­­­bei­tet mit­tels
Das Alte Tes­ta­ment: In­ter­li­ne­ar­überset­zung He­brä­isch-Deutsch, Rita Maria Steurer, Hänss­ler-Ver­lag 1989 - 2003
In­ter­lin­ear­über­set­zung Grie­chisch-Deutsch, Ernst Dietz­fel­bin­ger, Hänssler-Ver­lag 2003
Kon­kor­dan­tes Neu­es Tes­ta­ment, Pforz­heim 1995
Berean Inter­line­ar Bib­le (draft-Xiphos), Pitts­burgh 2016
Die Hei­li­ge Schrift (1954), Naf­tali Herz Tur-Sinai (1886 - 1973), vom Text­be­stand her wie Buber/Rosen­zweig und Luther im AT (also ohne Apo­kry­phen, bzw. Apo­kry­phen sind als sol­che kennt­lich ge­macht), 3. Aufl. Neu­hau­sen-Stutt­gart 1997. Ver­öf­fent­licht in Is­rael bei The Je­wish Pub­li­shing House LTD., Je­ru­sa­lem.
• Auf­ge­teilt in Thora (Moses), Nebi­im (Pro­phe­ten) und 'we Ke­tu­bim' ('und Schrif­ten'). Es ist die ei­gent­li­che Hei­li­ge Schrift der Juden (bzw. Is­ra­e­li­ten), die Jesus Chris­tus noch nicht als den Mes­sias an­er­ken­nen; fol­ge­rich­tig ohne die ntmtl. Schrif­ten. Die Tal­mu­de ent­hal­ten Aus­le­gun­gen dazu.
Mün­che­ner Neu­es Tes­ta­ment (graeci­sie­ren­de ÜS), 7. Aufl. Düs­sel­dorf 2004
El­ber­fel­der Bibel, NT, Text­kri­ti­sche Aus­ga­be, Text­stand 30, Wit­ten 2017
Grie­chisch-deut­sches Wör­ter­buch zum Neu­en Tes­ta­ment, Fried­rich Reh­kopf, Göt­ting­en 2000
Strong's Greek Bible Dic­ti­o­nary, 1890 (Sword mo­dule ver­sion 1.2)
ESV (Eng­lish Stan­dard Ver­sion), mit Nestle-Aland 28 (Greek-Eng­lish In­ter­li­ne­ar, Mounce's Par­sings), West­mins­ter Lenin­grad Codex (Basis der BHS (Bib­lia He­bra­i­ca Stutt­gar­ten­sia), He­brew-Eng­lish In­ter­li­ne­ar) und dem Olive Tree En­hanced Strong's Dic­tio­nary, Ver­le­ger: Cross­way; olivetree.com 2021.

• Aus zeitli­chen Grün­den wur­den mit Be­ginn der 'Psal­men' -Serie Texte der 'El­ber­fel­der 1905' bzw. 'Schlach­ter 1951' aus dem Xip­hos / Sword -Pro­jekt dann auch un­ver­än­dert, bis auf das Er­set­zen von 'Je­ho­va' bzw. 'HERR' mit 'JHWH', ver­wen­det.


Die ersten vier Berich­te des NT hei­ßen in den grie­chi­schen Tex­ten schlicht ›Nach Matthäus‹, ›Nach Mar­kus‹, ›Nach Lukas‹ und ›Nach Jo­han­nes‹.

Intensive Ab­hand­lun­gen über das Evan­ge­li­um Got­tes, und die er­lö­sen­de Nach­richt vom ›vor Gott ge­recht­fer­tigt sein‹ fin­den sich da­ge­gen in vie­len Schrif­ten des NT, z.B. dem Brief an die Gala­ter, der ur­sprüng­lich nur ›An Ga­la­ter‹ ge­hei­ßen hatte.

Um den Cha­rak­ter der bib­li­schen Do­ku­men­te nicht be­wusst zu ver­fäl­schen (und die In­ter­pre­ta­ti­on ih­rer Über­schrif­ten den Le­sern zu über­las­sen), wur­den auf die­ser Site meist deren Ori­gi­nal-Über­schrif­ten ver­wendet.

Werden – ent­ge­gen der grie­chi­schen sog. "Grund­tex­te" – die vier Berich­te über das Leben Jesu als "Evan­geli­en" be­zeich­net, kann man da­durch auf die Idee kom­men, da­rin genü­gend über "Das Evan­geli­um" in­for­miert zu wer­den.
Das ist je­doch so nicht rich­tig, denn in ihnen wird nicht aus­führ­lich vor den vie­len feh­ler­haf­ten Prak­ti­ken, die die ei­gent­li­chen Got­tes-Worte von Lehre und Leben Jesu Christi ver­wäs­sern kön­nen, ge­warnt.

Wenn näm­lich Men­schen, an­statt im Sinne Jesu den­ken und han­deln zu ler­nen, mit der Ein­hal­tung eines Kor­setts von Glau­bens-be­zo­gen­en Feier­ta­gen und / oder über­trie­ben genau fix­ier­ten Got­tes­dienst-Ab­läu­fen be­schäf­tigt wer­den, damit sie sich dann in blo­ßer Aus­fül­lung des­sel­ben als "gut" und "gläu­big" be­trach­ten kön­nen, lenkt sie das ja ge­ra­de­zu von den we­sent­li­chen In­hal­ten des Evan­geliums Got­tes ab, das in der Mög­lich­keit eines Le­bens mit Jesus Christus als Leh­rer, Meis­ter und Herr in allen Le­bens­la­gen be­steht; in­dem man über­haupt rich­tig auf das hö­ren kann, was er ge­sagt hat – indem man an ihn glaubt, und sei­ner Lehre folgt.
Und all seine Hoff­nung auf ihn setzt - als Wich­tig­stes diese eine, un­säg­lich große Hoff­nung auf das Leben nach dem Irdi­schen!

Mit ande­ren Wor­ten: Erst­ran­gig die Infor­matio­nen gründ­lich aus­zu­werten, die er selbst sei­nen An­hän­gern da­mals gege­ben hat, und sich da­rauf zu kon­zen­trie­ren – so sehr ein Mi­ni­mum an Or­ga­ni­sa­tion auch nötig sein mag.

Und nicht nach au­ßen hin schön zu tun, die Schrif­ten je­doch selbst­herr­lich zu zen­sie­ren, und die Herr­schaft über das ei­gene Selbst auch bi­bel-fer­nen Ide­o­lo­gi­en bzw. Kul­tur­mo­den zu über­ant­wor­ten (So­zia­lis­mus, Kon­su­mis­mus, Fe­mi­nis­mus, Eso­te­rik, Lei­stungs­sport, Tech­nik-, Erd­er­hal­tungs- bzw. Er­näh­rungs­wahn u.v.a.m.) – auch wenn man­che die­ser Dinge in ein­zel­nen Punk­ten ge­wis­se Über­schnei­dun­gen mit Wer­ten in der Bibel haben.
Hiel­ten nicht auch sie Werte hoch, wären sie nicht so at­trak­tiv (z.B. Schutz der Armen, der Kin­der, der Frau­en, der Natur).

Gott je­doch als ihren Herrn leh­nen sie ab – doch unter wes­sen Für­sor­ge und Herr­schaft ste­hen denn Arme, Kin­der, Frau­en und die Natur? Und gibt sein Wort nicht ge­nü­gend An­lei­tung zu allem?

Weder Fei­er­tags-Vor­schrif­ten noch ganz spe­zi­el­le Got­tes­dienst-Ab­läu­fe hat Chris­tus Jesus uns durch seine Apos­tel über­lie­fern las­sen, al­lein die Frei­heit für den Shabat: „Der Sha­bat ist um des Men­schen wil­len ge­macht, nicht der Mensch um des Sha­bats wil­len (›Nach Mar­kus‹ 2, 27).“

Übrigens ist in den Schrif­ten der Bibel auch keine Wil­lens­kund­ge­bung Got­tes nie­der­ge­legt, den Sha­bat auf den er­sten Tag der Woche zu ver­legen, und ihm sei­nen Na­men zu neh­men. Wer hat das an­ge­ord­net?

Die An­be­tung der Sonne („Sonn­tag“) über­las­se man wie­der den Hei­den, an­statt sich bei ihnen an­zu­leh­nen. Und wer möch­te an einem an­de­ren Tag fei­ern, als die Söhne und Töch­ter Abra­hams, Isa­aks und Ja­kobs?

„Denn er selbst ist unser Frie­den, der beide zu einem ge­macht hat, und die Bar­ri­e­re des Zau­nes nie­der­ge­ris­sen: die Feind­schaft.“ (Pau­lus ›An Ephe­ser‹ 2, 14)

„Ihr seid meine Freun­de, wenn ihr tut, was ich euch ge­biete.“
(Jesus Christus ›Nach Jo­han­nes‹ 15, 14)


• Anmer­kung zu dem Namen Got­tes, der (2. Mose 3, 15) dem Moses of­fen­bart wor­den war, damit er ihn den Söh­nen Is­ra­els nenne:

Auch auf ›jesusistderweg.de‹ wird die­ser Name JHWH ge­nannt, statt der üb­li­chen Er­satz-Be­zeich­nung HERR, da Gott ihn dem Moses zum Wei­ter­sa­gen ge­ge­ben hatte, nicht zum Ver­schwei­gen.

Die ›Furcht des Herrn‹ soll­te sich im got­tes­fürch­ti­gen Ver­hal­ten der Glau­ben­den und Hof­fen­den nie­der­schla­gen, nicht in einer Angst, den Namen Got­tes aus­zu­spre­chen, da man ihn ja viel­leicht aus Ver­se­hen zu etwas Un­rech­tem aus­spre­chen könn­te. Man sollte schlicht­weg nichts Un­rech­tes (fal­sches Zeug­nis, Be­trug) reden!

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