„So hat Gott also auch den Hei­den die Buße zum Leben ver­liehen!“

Apg 11, 18 b

Le­sung der 'Apos­tel­ge­schichte'

Apg 11

Icon zur Tondatei

Um 63 n. Chr.

Es er­hiel­ten aber die Apos­tel und die Brü­der in Judäa Kunde davon, dass auch die Hei­den das Wort Got­tes an­ge­nom­men hät­ten.

Als daher Pe­trus nach Je­ru­sa­lem zu­r­ück­ge­kehrt war, stell­ten die Gläu­bi­gen jü­di­scher Her­kunft ihn zur Rede

und hiel­ten ihm vor: »Du bist bei Nicht­ju­den ein­ge­kehrt und hast mit ihnen ge­ges­sen!«

Da legte Pe­trus ihnen im ein­zel­nen dar, wie sich alles von An­fang an zu­ge­tra­gen hatte, und be­rich­tete:

»Ich be­fand mich in der Stadt Joppe im Ge­bet; da sah ich im Zu­stan­de der Ver­zü­ckung ein Ge­sicht: ein Be­häl­ter kam herab wie ein gro­ßes Stück Lein­wand, das an den vier Zip­feln vom Him­mel he­r­ab­ge­las­sen wurde und bis zu mir kam.

Als ich dann hi­n­ein­schau­te und es mir genau ansah, er­blick­te ich darin die vier­fü­ßi­gen Tiere der Erde, auch die wil­den, und die krie­chen­den Tiere und die Vö­gel des Him­mels.

Zu­gleich ver­nahm ich auch eine Stim­me, die mir zu­rief: ›Stehe auf, Pe­trus, schlach­te und iss!‹

Ich er­wi­der­te da­r­auf: ›Nicht doch, Herr! Denn noch nie ist etwas Un­hei­li­ges und Un­rei­nes in mei­nen Mund ge­kom­men.‹

Aber eine Stim­me er­scholl zum zwei­ten­mal vom Him­mel her: ›Was Gott ge­rei­nigt hat, das er­klä­re du nicht für un­rein!‹

10 Dies wie­der­hol­te sich bis zum drit­ten­mal; dann wurde alles wie­der in den Him­mel hi­n­auf­ge­zo­gen.

11 Und seht, so­gleich stan­den vor dem Hause, in dem wir waren, drei Män­ner, die aus Cä­sa­rea zu mir ge­sandt waren;

12 und der Geist gebot mir, ohne alles Be­den­ken mit ihnen zu gehen. Es be­glei­te­ten mich aber auch diese sechs Brü­der hier, und wir tra­ten in das Haus des Man­nes ein.

13 Der be­rich­te­te uns nun, wie er den Engel in sei­nem Hause ge­se­hen habe, der da­ge­stan­den und ge­sagt hätte: ›Sende nach Joppe und lass Simon mit dem Bei­na­men Pe­trus holen;

14 der wird Worte zu dir reden, durch die du mit dei­nem gan­zen Hause ge­ret­tet wer­den wirst.‹

15 Wäh­rend ich dann zu reden be­gann, fiel der hei­li­ge Geist auf sie eben­so wie auch auf uns im An­fang.

16 Da ge­dach­te ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: ›Jo­han­nes hat mit Was­ser ge­tauft, ihr aber werdet mit hei­li­gem Geist ge­tauft wer­den.‹

17 Wenn somit Gott ihnen die glei­che Gna­den­ga­be ver­lie­hen hat wie uns, die wir zum Glau­ben an den Herrn Jesus Chris­tus ge­kom­men sind, wie wäre ich da im­stan­de ge­we­sen, Gott zu weh­ren?«

18 Als sie das hör­ten, be­ru­hig­ten sie sich und prie­sen Gott mit den Wor­ten: »So hat Gott also auch den Hei­den die Buße zum Leben ver­lie­hen!«

19 Die­je­ni­gen (Gläubigen) nun, welche sich aus An­lass der Ver­fol­gung, die wegen des Ste­pha­nus ent­stan­den war, zer­streut hat­ten, waren bis nach Phö­ni­zi­en, Cy­pern und An­ti­o­chia ge­zo­gen, ohne je­doch je­man­dem das Wort zu ver­kün­di­gen als nur Juden.

20 Es be­fan­den sich aber ei­ni­ge Män­ner aus Cy­pern und Cy­re­ne unter ihnen, die sich nach ihrer An­kunft in An­ti­o­chia auch mit den Grie­chen be­spra­chen und ihnen die Heils­bot­schaft vom Herrn Jesus ver­kün­dig­ten.

21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, so dass eine große An­zahl gläu­big wurde und sich zum Herrn be­kehrte.

22 Die Kunde hier­von kam der Ge­mein­de in Je­ru­sa­lem zu Ohren, die dann den Bar­na­bas nach An­ti­o­chia ent­sandte.

23 Als die­ser nach sei­ner An­kunft dort die Gnade Got­tes wahr­nahm, freute er sich und er­mahn­te alle, mit fes­tem Her­zen dem Herrn treu zu blei­ben;

24 er war näm­lich ein treff­li­cher Mann, er­füllt mit hei­li­gem Geist und mit Glau­ben. So wurde denn eine an­sehn­li­che Menge für den Herrn hin­zu­ge­won­nen.

25 Bar­na­bas begab sich dann von dort nach Tar­sus, um Sau­lus auf­zu­su­chen;

26 und als er ihn ge­fun­den hatte, nahm er ihn mit nach An­ti­o­chia; und es fügte sich dann so, dass sie ein gan­zes Jahr hin­durch als Gäste in der Ge­mein­de tätig waren und eine be­trächt­li­che Menge un­ter­wie­sen und dass man in An­ti­o­chia zu­erst den Jün­gern den Namen ›Chris­ten‹ (wört­lich: Chris­ti­a­ner) bei­legte.

27 In die­ser Zeit kamen Pro­phe­ten von Je­ru­sa­lem nach An­ti­o­chia hinab.

28 Einer von ihnen na­mens Aga­bus trat auf und weis­sag­te auf Ein­ge­bung des Geis­tes, dass eine große Hun­gers­not über den gan­zen Erd­kreis kom­men würde, die dann auch wirk­lich unter der Re­gie­rung des (Kai­sers) Klau­di­us ein­trat.

29 Da be­schlos­sen die Jün­ger, jeder von ihnen solle nach Maß­ga­be sei­nes Ver­mö­gens den im jü­di­schen Lande woh­nen­den Brü­dern eine Un­ter­stüt­zung zu­kom­men las­sen.

30 Sie führ­ten die­sen Be­schluss auch aus und lie­ßen es (den Er­trag der Samm­lung) durch Ver­mitt­lung des Bar­na­bas und Sau­lus an die Äl­tes­ten (der Ge­mein­de) ge­lan­gen.

 


Verwen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
Ent­nom­men dem Xiphos / Sword-Pro­jekt.

Link zu 'Xiphos' (= Schwert; ge­meint das des Geis­tes): xiphos.org

Link zu 'Sword': crosswire.org

 

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