Auf­la­gen in Bezug auf die Er­ret­tung

Apg 15


Lesun­gen

auf jesusistderweg.de

Lesung zum Shabat am 12. Sep­tember 2026

Apos­tel­ge­schichte 15

Icon zur Tondatei
Download der Tondatei

Um 63 n. Chr.

Da tru­gen ei­ni­ge (Gläu­bi­ge), die aus Judäa (nach An­ti­o­chia) he­r­ab­ge­kom­men waren, den Brü­dern die Lehre vor: »Wenn ihr euch nicht nach mo­sa­i­schem Brauch be­schnei­den lasst, könnt ihr die Ret­tung nicht er­lan­gen!«

Als nun da­durch eine Auf­re­gung (in der Ge­mein­de) und ein hef­ti­ger Streit zwi­schen die­sen Män­nern und Pau­lus und Bar­na­bas ent­stan­den war, fass­te man den Be­schluss, Pau­lus und Bar­na­bas nebst ei­ni­gen an­de­ren aus ihrer Mitte soll­ten wegen die­ser Streit­fra­ge zu den Apos­teln und Äl­tes­ten nach Je­ru­sa­lem hi­n­auf­zie­hen.

Diese wur­den also von der Ge­mein­de fei­er­lich ent­las­sen und reis­ten dann durch Phö­ni­zi­en und Sa­ma­ri­en, wobei sie (überall) von der Be­keh­rung der Hei­den be­rich­te­ten und da­durch allen Brü­dern große Freu­de be­rei­te­ten.

Nach ihrer An­kunft in Je­ru­sa­lem wur­den sie von der Ge­mein­de und von den Apos­teln und den Äl­tes­ten emp­fan­gen und be­rich­te­ten all­es, was Gott durch sie voll­führt hatte.

Da tra­ten ei­ni­ge, die zu der Par­tei der Pha­ri­sä­er ge­hört hat­ten und gläu­big ge­wor­den waren, mit der For­de­rung auf, man müsse (die Hei­den­chris­ten) be­schnei­den und von ihnen die Be­ob­ach­tung des mo­sa­i­schen Ge­set­zes ver­lan­gen.

So tra­ten denn die Apos­tel und die Äl­tes­ten zur Be­ra­tung über diese Frage zu­sam­men.

Nach­dem nun eine lange, er­reg­te Er­ör­te­rung statt­ge­fun­den hatte, stand Pe­trus auf und sprach zu ihnen: »Werte Brü­der! Ihr wisst, dass Gott schon vor län­ge­rer Zeit mich in eurem Krei­se dazu er­wählt hat, dass die Hei­den durch mei­nen Mund das Wort der Heils­bot­schaft ver­neh­men und so zum Glau­ben kom­men soll­ten.

Und Gott, der Her­zens­ken­ner, hat selbst Zeug­nis für sie da­durch ab­ge­legt, dass er ihnen den hei­li­gen Geist ge­ra­de so ver­lie­hen hat wie uns:

er hat kei­nen Un­ter­schied zwi­schen uns und ihnen ge­macht, indem er ihre Her­zen durch den Glau­ben ge­rei­nigt hat.

10 Warum ver­sucht ihr also jetzt Gott da­durch, dass ihr den Jün­gern ein Joch auf den Na­cken legen wollt, das weder un­se­re Väter noch wir zu tra­gen ver­mocht haben?

11 Nein, durch die Gnade des Herrn Jesus glau­ben wir auf die­sel­be Weise die Ret­tung zu er­lan­gen wie jene auch.«

12 Da schwieg die ganze Ver­samm­lung still und schenk­te dem Bar­na­bas und Paul­us Gehör, die einen Be­richt über alle die Zei­chen und Wun­der er­stat­te­ten, die Gott unter den Hei­den durch sie getan hatte.

13 Als sie damit zu Ende waren, nahm Ja­ko­bus das Wort zu fol­gen­der An­spra­che: »Werte Brü­der, hört mich an!

14 Syme­on1 hat be­rich­tet, wie Gott selbst zu­erst da­r­auf be­dacht ge­we­sen ist, ein Volk aus den Hei­den für sei­nen Namen zu ge­win­nen.

15 Und damit stim­men die Worte der Pro­phe­ten über­ein; denn es steht ge­schrie­ben:

16 ›Hie­r­auf will ich um­keh­ren und die zer­fal­le­ne Hütte Da­vids wie­der auf­bau­en; ich will ihre Trüm­mer wie­der auf­rich­ten und sie selbst neu er­ste­hen las­sen,

17 damit die Men­schen, wel­che übrig­ge­blie­ben sind, den Herrn su­chen, auch alle Hei­den, die mir als mein Volk zu eigen ge­hö­ren, spricht der Herr, der die­ses voll­bringt,

18 wie es von Ewig­keit her kund ge­wor­den ist.‹

19 Des­halb bin ich mei­ner­seits der An­sicht, man solle denen, die aus der Hei­den­welt sich zu Gott be­keh­ren, keine (un­nö­ti­gen) Las­ten auf­bür­den,

20 son­dern ihnen nur die Ver­pflich­tung auf­er­le­gen, sich von der Ver­un­rei­ni­gung durch die Göt­zen, von der Un­zucht, vom Fleisch er­stick­ter Tiere und vom (Ge­nuss von) Blut fern­zu­hal­ten.

21 Denn Mose hat seit alten Zei­ten in jeder Stadt seine Ver­kün­di­ger, weil er ja in den Sy­na­go­gen an jedem Sab­bat vor­ge­le­sen wird.«

22 Hie­r­auf be­schlos­sen die Apos­tel und die Äl­tes­ten im Ein­ver­neh­men mit der gan­zen Ge­mein­de, Män­ner aus ihrer Mitte zu wäh­len und sie mit Pau­lus und Bar­na­bas nach An­ti­o­chia zu sen­den, näm­lich Judas mit dem Bei­na­men Bar­sab­bas und Silas, zwei Män­ner, die unter den Brü­dern eine füh­ren­de Stel­lung ein­nah­men.

23 Durch diese lie­ßen sie fol­gen­des Schrei­ben über­brin­gen: »Wir Apos­tel und Äl­tes­te sen­den als Brü­der un­se­ren Brü­dern, den Hei­den­chris­ten in An­ti­o­chia, Sy­ri­en und Ci­li­ci­en, un­sern Gruß.

24 Da wir ver­nom­men haben, dass ei­ni­ge aus un­se­r­er Mitte zu euch ge­kom­men sind und euch durch Reden be­un­ru­higt und eure See­len in Auf­re­gung ver­setzt haben, ohne dass sie einen Auf­trag dazu von uns er­hal­ten hat­ten,

25 so haben wir in einer Ver­samm­lung den ein­mü­ti­gen Be­schluss ge­fasst, Män­ner zu er­wäh­len und zu euch zu sen­den zu­sam­men mit un­serm ge­lieb­ten Bar­na­bas und Paulus,

26 zwei Män­ner, die ihre Seele für den Namen un­sers Herrn Jesus Chris­tus ein­ge­setzt haben.

27 Wir haben also Judas und Silas ab­ge­sandt, die euch das­sel­be auch noch münd­lich mit­tei­len wer­den.

28 Es ist näm­lich des hei­li­gen Geis­tes und unser Be­schluss, euch keine wei­te­re Last auf­zu­bür­den als fol­gen­de Stü­cke, die un­er­läss­lich sind:

29 dass ihr euch vom Göt­zen­op­fer­fleisch, vom Blut­ge­nuss, vom Fleisch er­stick­ter Tiere und von Un­zucht fern­hal­tet. Wenn ihr euch davor be­wahrt, wer­det ihr euch gut dabei ste­hen. Ge­habt euch wohl!«

30 So wur­den diese denn ver­ab­schie­det und kamen nach An­ti­o­chia, wo sie die Ge­mein­de be­rie­fen und das Schrei­ben über­ga­ben.

31 Als jene es ge­le­sen hat­ten, freu­ten sie sich über den tröst­li­chen Zu­spruch.

32 Judas aber und Silas, wel­che Pro­phe­ten waren, spen­de­ten auch ih­rer­seits den Brü­dern durch viele An­spra­chen Zu­spruch und stärk­ten sie (im Glau­ben).

33 Nach­dem sie dann ei­ni­ge Zeit dort zu­ge­bracht hat­ten, wur­den sie von den Brü­dern in Frie­den wie­der zu ihren Auf­trag­ge­bern ent­las­sen.

34 Silas aber ent­schloss sich, dort zu blei­ben.

35 Paulus und Bar­na­bas blie­ben dann in An­ti­o­chia, indem sie das Wort des Herrn lehr­ten und die Heils­bot­schaft mit noch vie­len an­de­ren ver­kün­dig­ten.

36 Nach ei­ni­ger Zeit aber sagte Paul­us zu Bar­na­bas: »Lass uns doch wie­der aus­zie­hen und in allen Städ­ten, in denen wir das Wort des Herrn ver­kün­digt haben, uns nach den Brü­dern um­se­hen, wie es mit ihnen steht!«

37 Nun wollte Bar­na­bas auch den Jo­han­nes mit dem Bei­na­men Mar­kus (wie­der) mit­neh­men;

38 Pau­lus aber hielt es nicht für recht, einen Mann mit­zu­neh­men, der sich (das vo­ri­ge Mal) in Pam­phy­li­en von ihnen ge­trennt und sie nicht auf das Ar­beits­feld be­glei­tet hatte.

39 So kam es denn zwi­schen bei­den zu einem hit­zi­gen Streit, in­fol­ge­des­sen sie sich von­ein­an­der trenn­ten: Bar­na­bas nahm den Mar­kus zu sich und fuhr zu Schiff nach Cy­pern;

40 Pau­lus da­ge­gen wähl­te sich Silas zum Be­glei­ter und trat (mit ihm) die Land­rei­se an, nach­dem er von den Brü­dern der Gnade des Herrn an­be­foh­len wor­den war.

41 Er durch­zog (zu­nächst) Sy­ri­en und Ci­li­ci­en und stärk­te die dor­ti­gen Ge­mein­den.

 


1) Syme­on (hebr. Schim-on) ist der ur­sprüng­li­che Name von Pe­trus, der von Jesus dazu den Namen Pe­trus (griech. für 'Fel­sen') er­hal­ten hatte. Be­kann­ter in deutsch­spra­chi­gen Bi­beln ist die Dop­pel­be­zeich­nung 'Simon Petrus'.

Ver­wen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

Link zu 'Xiphos' (= Schwert; ge­meint ist das des Geistes): xiphos.org

Link zu 'Sword': crosswire.org

 

© Web­sei­te lt. Im­pres­sum, 2026