Die Bot­schaft über Jesus wird durch ge­flo­he­ne Jün­ger ver­brei­tet

Apg 8

Le­sung der 'Apos­tel­ge­schichte'

Apg 8

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Um 63 n. Chr.

Saulus aber war mit sei­ner Hin­rich­tung durch­aus ein­ver­stan­den. An jenem Tage kam es aber zu einer schwe­ren Ver­fol­gung der Ge­mein­de in Je­ru­sa­lem. Da zer­streu­ten sich alle mit Aus­nah­me der Apos­tel in die Land­be­zir­ke von Judäa und Sa­maria.

Den Ste­pha­nus aber be­stat­te­ten got­tes­fürch­ti­ge Män­ner und ver­an­stal­te­ten eine fei­er­li­che Trau­er­fei­er um ihn.

Saulus aber wü­te­te gegen die Ge­mein­de, indem er über­all in die Häu­ser ein­drang, Män­ner und Frau­en fort­schlepp­te und sie ins Ge­fäng­nis wer­fen ließ.

Die Ver­spreng­ten nun zogen im Lande umher und ver­kün­dig­ten die Heils­bot­schaft.

Dabei kam Phi­lip­pus in die Haupt­stadt von Sa­ma­ri­en hinab und pre­dig­te ihren Be­woh­nern den Gott­ge­salb­ten.

Die Volks­men­ge zeig­te sich all­ge­mein für die Pre­digt des Phi­lip­pus emp­fäng­lich, indem sie ihm zu­hör­ten und die Zei­chen sahen, die er tat;

denn aus vie­len fuh­ren die un­rei­nen Geis­ter, von denen sie be­ses­sen waren, mit lau­tem Ge­schrei aus, und zahl­rei­che Ge­lähm­te und Ver­krüp­pel­te wur­den ge­heilt.

Da­r­ü­ber herrsch­te in jener Stadt große Freude.

Nun hatte schon vor­her ein Mann na­mens Simon in der Stadt ge­lebt, der sich mit Zau­be­rei abgab und die Be­völ­ke­rung von Sa­ma­ria da­durch in Stau­nen ver­setz­te; denn er be­haup­te­te von sich, er sei etwas Großes.

10 Alle waren für ihn ein­ge­nom­men, klein und groß, und er­klär­ten: »Die­ser Mann ist die Kraft Got­tes, wel­che die große heißt.«

11 Sie waren aber des­halb für ihn so ein­ge­nom­men, weil er sie lange Zeit durch seine Zau­ber­küns­te in Er­stau­nen ge­setzt hatte.

12 Als sie jetzt aber dem Phi­lip­pus Glau­ben schenk­ten, der ihnen die Heils­bot­schaft vom Rei­che Got­tes und vom Namen Jesu Chris­ti ver­kün­dig­te, lie­ßen sie sich tau­fen, Män­ner wie Frauen.

13 So wurde denn Simon eben­falls gläu­big; er schloss sich nach sei­ner Taufe eng an Phi­lip­pus an und kam nicht aus dem Stau­nen he­r­aus, als er die Zei­chen und gro­ßen Wun­der sah, die da ge­scha­hen.

14 Als nun die Apos­tel in Je­ru­sa­lem ver­nah­men, dass Sa­ma­ria das Wort Got­tes an­ge­nom­men habe, ent­sand­ten sie Pe­trus und Jo­han­nes zu ihnen.

15 Diese be­te­ten nach ihrer An­kunft für sie, dass sie den hei­li­gen Geist emp­fan­gen möch­ten;

16 denn die­ser war noch auf kei­nen von ihnen ge­fal­len, son­dern sie waren le­dig­lich auf den Namen des Herrn Jesus ge­tauft wor­den.

17 In­fol­ge­des­sen leg­ten sie (die bei­den Apos­tel) ihnen die Hände auf, und sie emp­fin­gen den hei­li­gen Geist.

18 Als nun Simon sah, dass durch die Hand­auf­le­gung der Apos­tel der hei­li­ge Geist ver­lie­hen wurde, bot er ihnen Geld an

19 und bat: »Ver­leiht doch auch mir diese Kraft, dass jeder, dem ich die Hände auf­le­ge, den hei­li­gen Geist emp­fängt.«

20 Petrus aber gab ihm zur Ant­wort: »Dein Geld fahre samt dir ins Ver­der­ben, weil du ge­meint hast, die Gabe Got­tes durch Geld er­kau­fen zu kön­nen!

21 Du hast kei­nen An­teil und kein An­recht an die­ser Sache; denn dein Herz ist nicht auf­rich­tig vor Gott.

22 Darum be­keh­re dich von die­ser dei­ner Bos­heit und bete zum Herrn, ob dir viel­leicht das Trach­ten dei­nes Her­zens ver­ge­ben wer­den mag;

23 denn ich sehe, dass du in ›Galle der Bit­ter­keit‹ und in ›Bande der Un­ge­rech­tig­keit‹ ge­ra­ten bist.«

24 Da ant­wor­te­te Simon: »Betet ihr für mich zum Herrn, dass nichts von dem, was ihr aus­ge­spro­chen habt, mich tref­fen möge!«

25 Als sie nun (die bei­den Apos­tel) das Wort des Herrn be­zeugt und ge­pre­digt hat­ten, mach­ten sie sich auf die Rück­rei­se nach Je­ru­sa­lem und ver­kün­dig­ten (dabei noch) in vie­len sa­ma­ri­ti­schen Ort­schaf­ten die Heils­bot­schaft.

26 Ein Engel des Herrn aber gebot dem Phi­lip­pus: »Mach dich auf und begib dich um die Mit­tags­zeit auf die Stra­ße, die von Je­ru­sa­lem nach Gaza hi­n­ab­führt und ein­sam ist!«

27 Da mach­te er sich auf und ging hin. Und siehe, ein Äthi­o­pi­er, ein Hof­be­am­ter und Wür­den­trä­ger der äthio­pi­schen Kö­ni­gin Kan­da­ce, der ihren ge­sam­ten Schatz zu ver­wal­ten hatte, war nach Je­ru­sa­lem ge­kom­men, um dort an­zu­be­ten.

28 Jetzt be­fand er sich wie­der auf der Heim­rei­se und saß auf sei­nem Wagen, indem er den Pro­phe­ten Je­sa­ja las.

29 Da gebot der Geist dem Phi­lip­pus: »Tritt hinzu und halte dich nahe an die­sen Wagen!«

30 So lief denn Phi­lip­pus hinzu, und als er hörte, wie jener den Pro­phe­ten Je­sa­ja las, frag­te er ihn: »Ver­stehst du auch, was du liest?«

31 Er ant­wor­te­te: »Wie soll­te ich das kön­nen, wenn mir nie­mand An­lei­tung gibt?« Dann bat er Phi­lip­pus, auf­zu­stei­gen und sich zu ihm zu set­zen.

32 Der Wort­laut der Schrift­stel­le nun, die er ge­ra­de las, war die­ser: »Wie ein Schaf wurde er zur Schlacht­bank ge­führt, und wie ein Lamm vor sei­nem Sche­rer stumm bleibt, so tat er sei­nen Mund nicht auf.

33 In sei­ner Er­nie­dri­gung wurde das Straf­ge­richt über ihn auf­ge­ho­ben, und wer wird seine Nach­kom­men­schaft be­rech­nen? Denn er­ho­ben wird sein Leben von der Erde hin­weg.«

34 Da wand­te sich der Hof­be­am­te an Phi­lip­pus mit der Frage: »Ich bitte dich: von wem redet hier der Prophet? Von sich selbst oder von einem an­dern?«

35 Da tat Phi­lip­pus seinen Mund auf und ver­kün­dig­te ihm, indem er an die­ses Schrift­wort an­knüpf­te, die Heils­bot­schaft von Jesus.

36 Als sie nun so auf der Stra­ße da­hin­fuh­ren, kamen sie an ein Ge­wäs­ser; da sagte der Hof­be­amte: »Hier ist ja Was­ser! Was steht mei­ner Taufe noch im Wege?«

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38 Er ließ also den Wagen hal­ten, und beide stie­gen in das Was­ser hinab, Phi­lip­pus so­wohl wie der Hof­be­am­te, und er tauf­te ihn.

39 Als sie dann wie­der aus dem Was­ser he­r­auf­ge­stie­gen waren, ent­rück­te der Geist des Herrn den Phi­lip­pus, und der Hof­be­am­te sah ihn nicht mehr; denn freu­dig zog er auf sei­ner Straße wei­ter.

40 Phi­lip­pus aber be­fand sich in Asdod; er zog dort von Ort zu Ort und ver­kün­dig­te die Heils­bot­schaft in allen Städ­ten, bis er nach Cä­sa­rea kam.

 


1) Vers 37 steht erst in sog. 'spä­te­ren Hand­schrif­ten':
Phi­lip­pus ant­wor­te­te ihm: »Wenn du von gan­zem Her­zen glaubst, so darf es wohl ge­sche­hen.« Jener ant­wor­te­te: »Ich glau­be, dass Jesus Chris­tus der Sohn Got­tes ist.«

Verwen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Pro­jekt.

Link zu 'Xiphos' (= Schwert; ge­meint das des Geis­tes): xiphos.org

Link zu 'Sword': crosswire.org

 

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