„Von Natur Kinder des Zornes, aus­ge­schlos­sen vom Bür­ger­recht Israels“

Eph 2, 3c.12b

Le­sung aus dem Brief an die Ep­he­ser

Eph 2

Icon zur Tondatei

Um 61/62 n. Chr.

So hat er auch euch, die ihr tot waret durch eure Über­tre­tun­gen und Sün­den,

in denen ihr einst wan­del­tet, ab­hän­gig vom Zeit­geist die­ser Welt, ab­hän­gig von dem Macht­ha­ber, der die Ge­walt über die Luft hat, dem Geist, der ge­gen­wär­tig in den Söh­nen des Un­ge­hor­sams wirk­sam ist, –

unter die­sen haben auch wir alle einst in un­se­ren fleisch­li­chen Lüs­ten da­hin­ge­lebt, indem wir den Wil­len des Flei­sches und un­se­r­er Ge­dan­ken aus­führ­ten und von Natur Kin­der des (gött­li­chen) Zor­nes waren wie die an­de­ren auch –;

Gott aber, der an Barm­her­zig­keit reich ist, hat uns um sei­ner gro­ßen Liebe wil­len, die er zu uns hegte,

und zwar als wir tot waren durch un­se­re Über­tre­tun­gen, zu­gleich mit Chris­tus le­ben­dig ge­macht – durch Gnade seid ihr ge­ret­tet wor­den! –

und hat uns in Chris­tus Jesus mit­auf­er­weckt und mit ihm in die Him­mels­welt ver­setzt,

um in den kom­men­den Welt­zei­ten den über­schweng­li­chen Reich­tum sei­ner Gnade durch die Gü­tig­keit gegen uns in Chris­tus Jesus zu er­wei­sen.

Denn durch die Gnade seid ihr ge­ret­tet wor­den auf Grund des Glau­bens, und zwar nicht aus euch – nein, Got­tes Ge­schenk ist es –,

nicht auf­grund von Wer­ken, damit nie­mand sich rühme.

10 Denn sein Ge­bil­de sind wir, in Chris­tus Jesus ge­schaf­fen zu guten Wer­ken, die Gott im vo­r­aus be­reit­ge­stellt hat, damit wir in ihnen wan­deln könn­ten.

11 Darum bleibt des­sen ein­ge­denk, dass einst­mals ihr, die ihr nach dem Fleisch Hei­den waret und von dem Volk der äu­ßer­lich mit Hän­den am Leibe voll­zo­ge­n­en Be­schnei­dung »Vor­haut« ge­nannt wur­det –,

12 dass ihr in jener Zeit fern von Chris­tus ge­stan­den habt, aus­ge­schlos­sen vom Bür­ger­recht Is­ra­els und ohne An­teil an den Bünd­nis­sen der Ver­hei­ßung, ohne Hoff­nung und ohne Gott in der Welt.

13 Jetzt aber in Chris­tus Jesus seid ihr, die ihr ehe­dem in der Ferne stan­det, durch das Blut Chris­ti zu Na­he­ste­hen­den ge­wor­den.

14  Denn er ist unser Frie­de, er, der die bei­den Teile zu einer Ein­heit ge­macht und die tren­nen­de Schei­de­wand, die Feind­schaft weg­ge­räumt hat, nach­dem er durch (die Hin­ga­be) sei­nes Lei­bes

15 das Ge­setz mit sei­nen in Sat­zun­gen ge­fass­ten Ge­bo­ten be­sei­tigt hatte, um so die bei­den in sei­ner Per­son zu einem ein­zi­gen neuen Men­schen als Frie­dens­stif­ter um­zu­ge­stal­ten

16 und die bei­den in einem Leibe mit Gott durch das Kreuz zu ver­söh­nen, nach­dem er durch die­ses die Feind­schaft ge­tö­tet hatte.

17 So ist er denn ge­kom­men und hat Frie­den euch, den Fern­ste­hen­den, und eben­so Frie­den den Na­he­ste­hen­den als frohe Bot­schaft ver­kün­digt;

18 denn durch ihn haben wir beide nun­mehr den frei­en Zu­gang zum Vater in einem Geist.

19 Dem­nach seid ihr jetzt nicht mehr Fremd­lin­ge und Bei­sas­sen, son­dern seid Voll­bür­ger mit den Hei­li­gen und Got­tes Haus­ge­nos­sen,

20 auf­ge­baut auf dem Grund der Apos­tel und Pro­phe­ten, (ein Bau) bei wel­chem Chris­tus Jesus sel­ber der Eck­stein ist:

21 in ihm wächst jeder Bau, fest zu­sam­men­ge­fügt, zu einem hei­li­gen Tem­pel im Herrn empor,

22 und in die­sem wer­det auch ihr (Hei­den) mit­auf­er­baut zu einer Wohn­stät­te Got­tes im Geist.

 


Verwen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
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