„Den Hei­den die Heils­bot­schaft“

Eph 3, 8 c

Le­sung aus dem Brief an die Ep­he­ser

Eph 3

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Um 61/62 n. Chr.

Das ist der Grund, wes­halb ich, Pau­lus, der ich euch Hei­den zu­gu­te der Ge­fan­ge­ne Chris­ti Jesu bin, –

ihr habt doch wohl von der Ver­wal­tung der Gnade Got­tes ge­hört, die mir für euch ver­lie­hen wor­den ist,

dass mir näm­lich durch Of­fen­ba­rung das Ge­heim­nis kund­ge­tan wor­den ist, wie ich davon schon vor­hin in Kürze ge­schrie­ben habe.

Daran könnt ihr, wenn ihr es lest, meine Ver­traut­heit mit dem Ge­heim­nis Chris­ti er­ken­nen,

das in frü­he­ren Zeit­al­tern den Men­schen­kin­dern nicht kund­ge­tan wor­den ist, wie es jetzt sei­nen hei­li­gen Apos­teln und Pro­phe­ten ge­of­fen­bart wor­den ist:

dass näm­lich die Hei­den Mit­er­ben und Mit­ein­ver­leib­te und Mit­ge­nos­sen der Ver­hei­ßung in Jesus Chris­tus sind durch die Heils­bot­schaft,

deren Die­ner ich ge­wor­den bin nach der Gna­den­ga­be Got­tes, die mir nach der in ihrer Wir­kung ge­wal­ti­gen Kraft ver­lie­hen wor­den ist.

Mir, dem ge­ring­sten unter allen Hei­li­gen, ist die­ses Gna­den­amt ver­lie­hen wor­den, den Hei­den die Heils­bot­schaft von dem un­er­gründ­li­chen Reich­tum Chris­ti zu ver­kün­di­gen

und allen Auf­klä­rung da­r­ü­ber zu geben, wel­che Be­wandt­nis es mit der Ver­wirk­li­chung des Ge­heim­nis­ses hat, das von Ur­zei­ten in Gott, dem Schöp­fer aller Dinge, ver­bor­gen ge­we­sen ist,

10 damit nun­mehr den Ge­wal­ten und den Mäch­ten in den Him­mels­räu­men durch die Ge­mein­de die viel­ge­stal­ti­ge Weis­heit Got­tes kund­ge­tan werde.

11 Die­sen Vor­satz, den er von Ewig­keit her ge­fasst hatte, hat er zur Aus­füh­rung ge­bracht in Chris­tus Jesus, un­serm Herrn,

12 in wel­chem wir die freu­di­ge Zu­ver­sicht und den frei­en Zu­tritt (zu Gott) in freu­di­gem Ver­trau­en durch den Glau­ben an ihn haben.

13 Des­halb bitte ich auch darum, in mei­nen Lei­den für euch nicht mut­los zu wer­den; das ist ja eine Ver­herr­li­chung für euch.


14 Des­we­gen beuge ich meine Knie vor dem Vater,

15 von dem jede Va­ter­schaft, die es im Him­mel und auf Erden gibt, ihren Namen trägt:

16 er wolle euch nach dem Reich­tum sei­ner Herr­lich­keit ver­lei­hen, durch sei­nen Geist am in­wen­di­gen Men­schen mit Kraft aus­ge­rüs­tet zu wer­den,

17 damit Chris­tus durch den Glau­ben Woh­nung in euren Her­zen nehme und ihr in der Liebe tief­ge­wur­zelt und fest­ge­grün­det da­ste­het,

18 auf dass ihr fähig wer­det, im Ver­ein mit allen Hei­li­gen die Brei­te und Länge, die Tiefe und Höhe (des gött­li­chen Heils­rat­schlus­ses) zu er­fas­sen

19 und die alle Er­kennt­nis über­stei­gen­de Liebe Chris­ti ken­nen­zu­ler­nen, damit ihr schließ­lich zum Er­füllt­sein mit der gan­zen Got­tes­fül­le ge­langt.

20 Ihm aber, der nach der Kraft, die in uns wirk­sam ist, un­end­lich mehr zu tun ver­mag über alles hi­n­aus, was wir er­bit­ten und er­den­ken (können):

21 ihm ge­bührt die Ehre in der Ge­mein­de und in Chris­tus Jesus bis hi­n­aus auf alle Ge­schlech­ter aller Zei­ten der Ewig­keit! Amen.

 


Verwen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
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