„Nehmt die volle Waf­fen­rüs­tung Got­tes zur Hand“

Eph 6, 13 a

Le­sung aus dem Brief an die Ep­he­ser

Eph 6

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Um 61/62 n. Chr.

Ihr Kin­der, seid euren El­tern ge­hor­sam im Herrn; denn das ist in der Ord­nung.

»Ehre dei­nen Vater und deine Mut­ter!« – dies ist das erste Gebot mit (der) Ver­hei­ßung:

»damit es dir wohl er­ge­he und du lange le­best auf Erden«. –

Und ihr Väter, reizt eure Kin­der nicht zum Zorn, son­dern er­zieht sie in der Zucht und Ver­mah­nung des Herrn!

Ihr Knech­te, seid euren leib­li­chen Her­ren ge­hor­sam mit Furcht und Zit­tern, in Auf­rich­tig­keit eures Her­zens, als gälte es (dem Herrn) Chris­tus,

nicht mit Au­gen­die­ne­rei, als sol­che, die Men­schen ge­fal­len wol­len, son­dern als Knech­te Chris­ti, die den Wil­len Got­tes von Her­zen tun.

Ver­rich­tet euren Dienst mit Wil­lig­keit, als gälte es dem Herrn und nicht den Men­schen;

ihr wisst ja, dass jeder für das, was er Gutes tut, den ent­spre­chen­den Lohn vom Herrn emp­fan­gen wird, er sei ein Knecht oder ein Fre­ier. –

Und ihr Her­ren, han­delt eben­so gegen sie und un­ter­lasst das Dro­hen! Ihr wisst ja, dass ihr eben­so wie sie einen Herrn im Him­mel habt und dass es bei die­sem kein An­se­hen der Per­son gibt.

10 Zu­letzt: wer­det stark im Herrn und in der ge­wal­ti­gen, ihm in­ne­woh­nen­den Kraft.

11 Zie­het die volle Waf­fen­rüs­tung Got­tes an, damit ihr gegen die lis­ti­gen An­läu­fe des Teu­fels zu be­ste­hen ver­mögt!

12 Denn wir haben nicht mit Wesen von Fleisch und Blut zu kämp­fen, son­dern mit den (über­ir­di­schen) Mäch­ten, mit den (teuf­li­schen) Ge­wal­ten, mit den Be­herr­schern die­ser Welt der Fins­ter­nis, mit den bösen Geis­ter­we­sen in der Him­mels­welt.

13 Darum nehmt die volle Waf­fen­rüs­tung Got­tes zur Hand, damit ihr im­stan­de seid, am bösen Tage Wi­der­stand zu leis­ten, alles gut aus­zu­rich­ten und das Feld zu be­haup­ten!

14 So ste­het also da, an den Hüf­ten ge­gür­tet mit Wahr­heit, an­ge­tan mit dem Pan­zer der Ge­rech­tig­keit,

15 an den Füßen be­schuht mit der Be­reit­schaft, die Heils­bot­schaft des Frie­dens1 zu ver­kün­den!

16 Zu dem allem er­greift noch den Groß­schild des Glau­bens, mit dem ihr alle Brand­ge­schos­se des Bösen zum Ver­lö­schen wer­det brin­gen kön­nen.

17 Nehmet auch den Helm des Heils an euch und das Schwert des Geis­tes, näm­lich das Wort Got­tes.

18 Betet al­le­zeit im Geist mit Bit­ten und Fle­hen jeder Art, und seid zu die­sem Zweck wach­sam mit aller Be­harr­lich­keit und unter Für­bit­te für alle Hei­li­gen,

19 auch für mich, dass mir, sooft ich den Mund auf­tue, das Wort ge­ge­ben werde, um frei­mü­tig das Ge­heim­nis der Heils­bot­schaft zu ver­kün­di­gen,

20 für die ich auch in Ket­ten ein Send­bo­te bin, damit ich in ihr ein frei­mü­ti­ges Be­kennt­nis ab­le­ge, wie es mir ge­bührt zu reden.


21 Damit aber auch ihr über meine Lage hier und mein Er­ge­hen etwas er­fahrt, wird Ty­chi­kus, der ge­lieb­te Bru­der und treue Die­ner im Herrn, euch alles be­rich­ten.

22 Ihn habe ich eben des­halb zu euch ge­sandt, damit ihr von un­se­r­er Lage hier Kenn­tnis er­hal­tet und er eure Her­zen er­mu­tige.

23 Friede (werde) den Brü­dern (zu­teil) und Liebe im Ver­ein mit Glau­ben von Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Chris­tus!

24 Die Gnade sei mit allen, die un­sern Herrn Jesus Chris­tus lie­ben mit un­ver­brüch­li­cher Treue.

 


1) die Heils­bot­schaft des Frie­dens
Primär dürfte hier der Friede zwi­schen Gott und Mensch ge­meint sein auf Grund der Kreu­zi­gung Jesu, zur Hin­weg­nahme »der Sünde der Welt« (Joh 1, 29); nicht ge­wöhn­li­cher ir­di­scher Krieg.

Verwen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
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