Herrschaft und Anstand

1Kor 11

Lesung aus dem Ersten Brief an die Korinther

1Kor 11

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Um 57 n. Chr.

Wer­det meine Nach­ah­mer, gleich­wie ich Christi!

Ich lobe euch, Brü­der, dass ihr in allen Din­gen mei­ner ein­ge­denk seid und an den Über­lie­fe­run­gen fest­hal­tet, so wie ich sie euch über­ge­ben habe.

Ich will aber, dass ihr wis­set, dass Chris­tus eines jeg­li­chen Man­nes Haupt ist, der Mann aber des Wei­bes Haupt, Gott aber Chris­ti Haupt.

Ein jeg­li­cher Mann, wel­cher betet oder weis­sagt und etwas auf dem Haup­te hat, schän­det sein Haupt.

Jedes Weib aber, wel­ches betet und weis­sagt mit un­ver­hüll­tem Haupt, schän­det ihr Haupt; es ist ein und das­sel­be, wie wenn sie ge­scho­ren wäre!

Denn wenn sich ein Weib nicht ver­hül­len will, so lasse sie sich das Haar ab­schnei­den! Nun es aber einem Weibe übel an­steht, sich das Haar ab­schnei­den oder ab­sche­ren zu las­sen, so soll sie sich ver­hüllen.

Der Mann hat näm­lich darum nicht nötig, das Haupt zu ver­hül­len, weil er Got­tes Bild und Ehre ist; das Weib aber ist des Man­nes Ehre.

Denn der Mann kommt nicht vom Weibe, son­dern das Weib vom Mann;

auch wurde der Mann nicht um des Wei­bes wil­len er­schaf­fen, son­dern das Weib um des Man­nes willen.

10 Darum muss das Weib ein Zei­chen der Ge­walt auf dem Haup­te haben, um der Engel willen.

11 Doch ist im Herrn weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib.

12 Denn gleich­wie das Weib vom Manne [kommt], so auch der Mann durch das Weib; aber das alles von Gott.

13 Urtei­let bei euch selbst, ob es schick­lich sei, dass ein Weib un­ver­hüllt Gott an­bete!

14 Oder lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für einen Mann eine Un­eh­re ist, lan­ges Haar zu tragen?

15 Dage­gen ge­reicht es einem Weibe zur Ehre, wenn sie lan­ges Haar trägt; denn das Haar ist ihr statt eines Schlei­ers ge­geben.

16 Will aber je­mand recht­ha­be­risch sein, so haben wir solche Ge­wohn­heit nicht, die Ge­mein­den Got­tes auch nicht.


17 Das aber kann ich, da ich am Ver­ord­nen bin, nicht loben, dass eure Zu­sam­men­künf­te nicht bes­ser, son­dern eher schlech­ter werden.

18 Denn ers­tens höre ich, dass, wenn ihr in der Ge­mein­de zu­sam­men­kommt, Spal­tun­gen unter euch sind, und zum Teil glau­be ich es;

19 denn es müs­sen ja auch Par­tei­un­gen unter euch sein, damit die Be­währ­ten of­fen­bar wer­den unter euch!

20 Wenn ihr nun auch am sel­ben Orte zu­sam­men­kommt, so ist das doch nicht, um des Herrn Mahl zu essen;

21 denn ein jeder nimmt beim Essen sein ei­ge­nes Mahl vor­weg, so dass der eine hung­rig, der an­de­re trun­ken ist.

22 Habt ihr denn keine Häu­ser, wo ihr essen und trin­ken könnt? Oder ver­ach­tet ihr die Ge­mein­de Got­tes und be­schä­met die, wel­che nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Dafür lobe ich nicht!

23 Denn ich habe vom Herrn emp­fan­gen, was ich auch euch über­lie­fert habe, näm­lich dass der Herr Jesus in der Nacht, da er ver­ra­ten wurde, Brot nahm, es mit Dank­sa­gung brach und sprach:

24 Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch ge­bro­chen wird, sol­ches tut zu mei­nem Ge­dächt­nis!

25 Des­glei­chen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Die­ser Kelch ist der neue Bund in mei­nem Blut; sol­ches tut, so oft ihr ihn trin­ket, zu mei­nem Ge­dächt­nis!

26 Denn so oft ihr die­ses Brot esset und den Kelch trin­ket, ver­kün­di­get ihr den Tod des Herrn, bis dass er kommt.

27 Wer also un­wür­dig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schul­dig am Leib und am Blut des Herrn.

28 Es prüfe aber ein Mensch sich selbst, und also esse er von dem Brot und trin­ke aus dem Kelch;

29 denn wer un­wür­dig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Ge­richt, weil er den Leib des Herrn nicht un­ter­scheidet.

30 Des­halb sind unter euch viele Schwa­che und Kran­ke, und eine be­trächt­li­che Zahl sind ent­schlafen;

31 denn wenn wir uns selbst rich­te­ten, wür­den wir nicht ge­rich­tet werden;

32 wer­den wir aber vom Herrn ge­rich­tet, so ge­schieht es zu un­se­rer Züch­ti­gung, damit wir nicht samt der Welt ver­dammt werden.

33 Darum, meine Brü­der, wenn ihr zum Essen zu­sam­men­kommt, so war­tet auf­ein­ander!

34 Hun­gert aber je­mand, so esse er da­heim, damit ihr nicht zum Ge­richt zu­sam­men­kommt. Das übri­ge will ich an­ord­nen, so­bald ich komme.

 


Verwen­de­ter Text: Schlachter Bibel 1951.
Übersetzt von Franz-Eugen Schlachter.
© Genfer Bibel­ge­sell­schaft 1951. Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

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