„In ihm ist das Ja“

2Kor 1, 20 b

Lesung aus dem Zweiten Brief an die Korinther

Vor

2Kor 1

Icon zur Tondatei

Um 57 n. Chr.

Pau­lus, Apos­tel Jesu Chris­ti durch Got­tes Wil­len, und Ti­mo­the­us, der Bru­der, an die Ge­mein­de Got­tes, die in Ko­rinth ist, samt allen Hei­li­gen, die in ganz Acha­ja sind:

Gnade sei mit euch und Frie­de von Gott, uns­rem Vater und dem Herrn Jesus Christus!

Ge­lobt sei der Gott und Vater uns­res Herrn Jesus Chris­tus, der Vater der Barm­her­zig­keit und Gott alles Trostes,

der uns trös­tet in all uns­rer Trüb­sal, auf dass wir die trös­ten kön­nen, wel­che in al­ler­lei Trüb­sal sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott ge­trös­tet werden.

Denn gleich­wie die Lei­den Chris­ti sich reich­lich über uns er­gie­ßen, so fließt auch durch Chris­tus reich­lich unser Trost.

Haben wir Trüb­sal, so ge­schieht es zu eurem Trost und Heil; wer­den wir ge­trös­tet, so ge­schieht es zu eurem Trost, der sich kräf­tig er­weist in stand­haf­ter Er­dul­dung der­sel­ben Lei­den, wel­che auch wir lei­den, und unsre Hoff­nung für euch ist fest;

denn wir wis­sen, dass, gleich­wie ihr der Lei­den teil­haf­tig seid, so auch des Trostes.

Denn wir wol­len euch, Brü­der, nicht in Un­kennt­nis las­sen über die Trüb­sal, die uns in Asien wi­der­fahren ist, dass wir über­mä­ßig schwer zu tra­gen hat­ten, über Ver­mö­gen, so dass wir selbst am Leben ver­zwei­felten;

ja wir hat­ten bei uns selbst schon das To­des­ur­teil über uns ge­fällt, damit wir nicht auf uns selbst ver­trau­ten, son­dern auf den Gott, der die Toten auf­er­weckt.

10 Er hat uns denn auch von sol­chem Tod er­ret­tet und ret­tet uns noch, und wir hof­fen auf ihn, dass er uns auch fer­ner er­ret­ten wird,

11 vor­aus­ge­setzt, dass auch ihr uns be­hilf­lich seid durch eure Für­bit­te, damit für die von vie­len Per­so­nen für uns er­be­te­ne Gna­den­gabe auch von vie­len ge­dankt werde für uns.

12 Denn unser Ruhm ist der: das Zeug­nis uns­res Ge­wis­sens, dass wir in Ein­falt und gött­li­cher Lau­ter­keit, nicht in fleisch­li­cher Weis­heit, son­dern in gött­li­cher Gnade ge­wan­delt sind in der Welt, al­ler­meist aber bei euch.

13 Denn wir schrei­ben euch nichts an­de­res, als was ihr leset oder auch er­kennet;

14 ich hoffe aber, dass ihr uns bis ans Ende so er­ken­nen wer­det, wie ihr uns zum Teil schon ken­nen ge­lernt habt, näm­lich dass wir euch zum Ruhm ge­rei­chen, gleich­wie auch ihr uns, am Tage uns­res Herrn Jesus.

15 In die­ser Zu­ver­sicht be­ab­sich­ti­gte ich, zu­erst zu euch zu kom­men, damit ihr eine dop­pel­te Gunst emp­finget;

16 und über eure Stadt woll­te ich dann nach Ma­ze­do­ni­en zie­hen und von Ma­ze­do­ni­en wie­der zu euch kom­men, um von euch nach Judäa ge­lei­tet zu werden.

17 Habe ich nun mit Leicht­fer­tig­keit ge­han­delt, als ich die­sen Rei­se­plan ent­warf? Oder mache ich über­haupt meine Pläne nach dem Fleisch, so dass bei mir das Ja Ja auch Nein Nein wäre?

18 Gott aber ist treu, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein ist!

19 Denn der Sohn Got­tes, Jesus Chris­tus, der unter euch durch uns ge­pre­digt wor­den ist, durch mich und Sil­va­nus und Ti­mo­the­us, der war nicht Ja und Nein, son­dern in ihm ist das Ja ge­worden;

20 denn so­vie­le Got­tes­ver­hei­ßun­gen es gibt, in ihm ist das Ja, und des­halb durch ihn auch das Amen, Gott zum Lobe durch uns!

21 Der Gott aber, der uns samt euch für Chris­tus be­fes­tigt und uns ge­salbt hat,

22 der hat uns auch ver­sie­gelt und in unsre Her­zen das Pfand des Geis­tes ge­geben.

23 Ich be­ru­fe mich aber auf Gott als Zeu­gen für meine Seele, dass ich, um euch zu scho­nen, noch nicht nach Ko­rinth ge­kom­men bin.

24 Denn wir wol­len nicht Her­ren sein über euren Glau­ben, son­dern Ge­hil­fen eurer Freu­de; denn ihr ste­het im Glauben.

 


Verwen­de­ter Text: Schlachter Bibel 1951.
Übersetzt von Franz-Eugen Schlachter.
© Genfer Bibel­ge­sell­schaft 1951. Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

Link zu 'Xiphos' (= Schwert; ge­meint das des Geistes): xiphos.org

Link zu 'Sword': crosswire.org

 

© Webseite lt. Impressum, 2026