„Ob ihr zu allem willig seid“

2Kor 2, 9 c

Lesung aus dem Zweiten Brief an die Korinther

2Kor 2

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Um 57 n. Chr.

Ich habe mir aber vor­ge­nom­men, nicht wie­der in Trau­rig­keit zu euch zu kommen.

Denn wenn ich euch be­trü­be, wer er­freut mich denn, wenn nicht der, wel­cher von mir be­trübt wird?

Darum habe ich auch sol­ches brief­lich er­le­digt, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen Be­trüb­nis habe, über die ich mich freu­en soll­te; da ich doch zu euch allen das Ver­trau­en habe, dass meine Freu­de euer aller Freu­de ist.

Denn ich habe euch aus viel Trüb­sal und Her­ze­leid he­r­aus ge­schrie­ben, unter vie­len Trä­nen, nicht damit ihr be­trübt wer­det, son­dern damit ihr die Liebe er­ken­net, die ich in be­son­de­r­er Weise zu euch habe.

Hat aber je­mand Trau­rig­keit ver­ur­sacht, so hat er nicht mich be­trübt, son­dern zum Teil (damit ich nicht zu viel sage) euch alle.

Für den Be­tref­fen­den sei die Be­stra­fung genug, die ihm von der Mehr­heit wi­der­fah­ren ist,

so dass ihr nun im Ge­gen­teil bes­ser tut, ihm Ver­ge­bung und Trost zu spen­den, damit ein sol­cher nicht in über­mä­ßi­ger Trau­rig­keit ver­sinke.

Darum er­mah­ne ich euch, Liebe gegen ihn wal­ten zu lassen.

Denn zu dem Zweck habe ich euch ge­schrie­ben, um eure Zu­ver­läs­sig­keit zu er­pro­ben, ob ihr zu allem wil­lig seid.

10 Wem ihr aber etwas ver­ge­bet, dem ver­ge­be ich auch; denn wenn ich etwas ver­gebe, so ver­ge­be ich es um eu­ret­wil­len, im Blick auf Christus,

11 damit wir nicht vom Satan über­vor­teilt wer­den; denn seine An­schlä­ge sind uns nicht un­be­kannt.

12 Als ich aber nach Troas kam für das Evan­ge­li­um Chris­ti und mir eine Tür of­fen­stand im Herrn, hatte ich gleich­wohl keine Ruhe in mei­nem Geist, weil ich mei­nen Bru­der Titus nicht fand;

13 son­dern ich nahm Ab­schied von ihnen und reis­te nach Ma­ze­do­nien.

14 Gott aber sei Dank, der uns al­le­zeit in Chris­tus tri­um­phie­ren lässt und den Ge­ruch sei­ner Er­kennt­nis durch uns an jedem Orte of­fen­bart!

15 Denn wir sind für Gott ein Wohl­ge­ruch Chris­ti unter denen, die ge­ret­tet wer­den, und unter denen, die ver­lo­ren gehen;

16 die­sen ein Ge­ruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Ge­ruch des Le­bens zum Leben. Und wer ist hierzu tüchtig?

17 Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Got­tes ver­fäl­schen, son­dern als aus Lau­ter­keit, als aus Gott, vor Gott, in Chris­tus reden wir.

 


Verwen­de­ter Text: Schlachter Bibel 1951.
Übersetzt von Franz-Eugen Schlachter.
© Genfer Bibel­ge­sell­schaft 1951. Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

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