„Denn der Herr ist der Geist“

2Kor 3, 17 a

Lesung aus dem Zweiten Brief an die Korinther

2Kor 3

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Um 57 n. Chr.

Fan­gen wir wie­der an, uns selbst zu emp­feh­len? Oder be­dür­fen wir etwa, wie ge­wis­se Leute, der Emp­feh­lungs­brie­fe an euch oder von euch?

Unser Brief seid ihr selbst, in unser Herz ge­schrie­ben, er­kannt und ge­le­sen von je­der­mann.

Es ist of­fen­bar, dass ihr ein Brief Chris­ti seid, durch un­sern Dienst ge­wor­den, ge­schrie­ben nicht mit Tinte, son­dern mit dem Geis­te des le­ben­di­gen Got­tes, nicht auf stei­ner­ne Ta­feln, son­dern auf flei­scher­ne Ta­feln des Her­zens.

Sol­che Zu­ver­sicht haben wir durch Chris­tus zu Gott;

denn wir sind nicht aus uns sel­ber tüch­tig, so dass wir uns etwas an­rech­nen dürf­ten, als käme es aus uns selbst, son­dern un­se­re Tüch­tig­keit kommt von Gott,

der uns auch tüch­tig ge­macht hat zu Die­nern des neuen Bun­des, nicht des Buch­sta­bens, son­dern des Geis­tes; denn der Buch­sta­be tötet, aber der Geist macht le­bendig.

Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein ge­gra­be­ne Buch­sta­ben von sol­cher Herr­lich­keit war, dass die Kin­der Is­ra­el nicht in das An­ge­sicht Moses zu schau­en ver­moch­ten wegen der Herr­lich­keit sei­nes Ant­lit­zes, die doch ver­gäng­lich war,

wie soll­te denn nicht der Dienst des Geis­tes von weit grö­ße­r­er Herr­lich­keit sein?

Denn wenn der Dienst der Ver­damm­nis Herr­lich­keit hatte, wie­viel mehr wird der Dienst der Ge­rech­tig­keit von Herr­lich­keit über­fließen!

10 Ja jenes, das herr­lich war, ist über­haupt nicht herr­lich im Ver­gleich zu die­sem, das eine so über­schweng­li­che Herr­lich­keit hat.

11 Denn wenn das, was auf­hö­ren soll­te, mit Herr­lich­keit kam, wie­viel mehr wird das, was bleibt, in Herr­lich­keit be­stehen!

12 Da wir nun sol­che Hoff­nung haben, so ge­brau­chen wir große Frei­mü­tig­keit

13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke auf sein An­ge­sicht legte, damit die Kin­der Is­ra­el nicht auf das Ende des­sen, was auf­hö­ren soll­te, schau­en möchten.

14 Aber ihre Sinne wur­den ver­här­tet; denn bis zum heu­ti­gen Tage bleibt die­sel­be Decke beim Lesen des Alten Tes­ta­men­tes, so dass sie nicht ent­decken, dass es in Chris­tus auf­hört;

15 son­dern bis zum heu­ti­gen Tage, so oft Mose ge­le­sen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen.

16 So­bald es sich aber zum Herrn be­kehrt, wird die Decke weg­ge­nommen.

17 Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Frei­heit.

18 Wir alle aber spie­geln mit un­ver­hüll­tem An­ge­sicht die Herr­lich­keit des Herrn wider und wer­den um­ge­wan­delt in das­sel­be Bild, von Herr­lich­keit zu Herr­lich­keit, näm­lich von des Herrn Geist.

 


Verwen­de­ter Text: Schlachter Bibel 1951.
Übersetzt von Franz-Eugen Schlachter.
© Genfer Bibel­ge­sell­schaft 1951. Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

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