„Und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein“

2Kor 6, 18 b

Lesung aus dem Zweiten Brief an die Korinther

2Kor 6

Icon zur Tondatei

Um 57 n. Chr.

Da wir denn Mit­ar­bei­ter sind, so er­mah­nen wir euch auch, die Gnade Got­tes nicht ver­geb­lich zu em­pfan­gen!

Denn er spricht: »Ich habe dich zur an­ge­neh­men Zeit er­hört und dir am Tage des Heils ge­hol­fen.« Seht, jetzt ist die an­ge­neh­me Zeit, jetzt ist der Tag des Heils!

Wir geben nie­man­dem ir­gend einen An­stoß, damit der Dienst nicht ver­läs­tert werde;

son­dern in allem er­wei­sen wir uns als Die­ner Got­tes: in gro­ßer Ge­duld, in Trüb­sa­len, in Nöten, in Äng­sten,

unter Schlä­gen, in Ge­fäng­nis­sen, in Auf­ruhr, in Mühen, im Wa­chen, im Fasten;

in Keusch­heit, in Er­kennt­nis, in Lang­mut, in Freund­lich­keit, im hei­li­gen Geist, in un­ge­heu­chel­ter Liebe;

im Worte der Wahr­heit, in der Kraft Got­tes, durch die Waf­fen der Ge­rech­tig­keit in der Rech­ten und Linken;

unter Ehre und Schan­de, bei böser und guter Nach­re­de; als Ver­füh­rer und doch wahr­haftig,

als Un­be­kann­te und doch er­kannt, als Ster­ben­de, und siehe, wir leben, als Ge­züch­tig­te und doch nicht ge­tötet;

10 als Be­trüb­te, aber immer fröh­lich, als Arme, die doch viele reich ma­chen, als die nichts haben und doch alles be­sitzen.

11 Unser Mund hat sich gegen euch auf­ge­tan, ihr Ko­rin­ther, unser Herz ist weit ge­worden!

12 Ihr habt nicht engen Raum in uns; aber eng ist es in euren Herzen!

13 Ver­gel­tet uns nun Glei­ches (ich rede zu euch wie zu Kin­dern), und lasst es auch in euch weit werden!

14 Zie­het nicht am glei­chen Joch mit Un­gläu­bi­gen! Denn was haben Ge­rech­tig­keit und Ge­setz­lo­sig­keit mit­ein­an­der zu schaf­fen? Was hat das Licht für Ge­mein­schaft mit der Fins­ter­nis?

15 Wie stimmt Chris­tus mit Be­li­al1 über­ein? Oder was hat der Gläu­bi­ge ge­mein­sam mit dem Un­gläu­bi­gen?

16 Wie reimt sich der Tem­pel Got­tes mit Göt­zen­bil­dern zu­sam­men? Ihr aber seid ein Tem­pel des le­ben­di­gen Got­tes, wie Gott spricht: »Ich will in ihnen woh­nen und unter ihnen wan­deln und will ihr Gott sein, und sie sol­len mein Volk sein.«

17 Darum »ge­het aus von ihnen und son­dert euch ab, spricht der Herr, und rüh­ret kein Un­rei­nes an, so will ich euch auf­nehmen«,

18 und »ich will euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töch­ter sein«, spricht der all­mäch­ti­ge Herr.


1) Belial, Beliar hebr., Bos­heit, Ver­der­ben; Satan, Anti­christ
Zitiert nach: The­o­lo­gi­sches Fach- und Fremd­wör­ter­buch, Hauck/Schwinge, © 2010, 1950 Van­den­hoeck & Ru­precht, Göt­tingen

Verwen­de­ter Text: Schlachter Bibel 1951.
Übersetzt von Franz-Eugen Schlachter.
© Genfer Bibel­ge­sell­schaft 1951. Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

Link zu 'Xiphos' (= Schwert; ge­meint das des Geistes): xiphos.org

Link zu 'Sword': crosswire.org

 

© Webseite lt. Impressum, 2026