„Lasset euch ver­söh­nen mit Gott!“

2Kor 5, 20 c

Lesung aus dem Zweiten Brief an die Korinther

2Kor 5

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Um 57 n. Chr.

Denn wir wis­sen, dass, wenn un­se­re ir­di­sche Zelt­woh­nung ab­ge­bro­chen wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Hän­den ge­macht, das ewig ist, im Himmel.

Denn in die­sem [Zelt] seuf­zen wir vor Sehn­sucht dar­nach, mit uns­rer Be­hau­sung, die vom Him­mel ist, über­klei­det zu werden,

sofern wir be­klei­det und nicht nackt er­fun­den werden.

Denn wir, die wir in der Lei­bes­hüt­te sind, seuf­zen und sind be­schwert, weil wir lie­ber nicht ent­klei­det, son­dern über­klei­det wer­den möch­ten, damit das Sterb­li­che ver­schlun­gen werde vom Leben.

Der uns aber hier­zu be­rei­tet hat, ist Gott, der uns das Un­ter­pfand des Geis­tes ge­ge­ben hat.

Darum sind wir al­le­zeit ge­trost und wis­sen, dass, so­lan­ge wir im Leibe woh­nen, wir nicht da­heim sind bei dem Herrn.

Denn wir wan­deln im Glau­ben und nicht im Schauen.

Wir sind aber guten Mutes und wün­schen viel­mehr, aus dem Leibe aus­zu­wan­dern und heim­zu­keh­ren zu dem Herrn.

Darum set­zen wir auch un­se­re Ehre da­r­ein, wir seien da­heim oder wal­len, dass wir ihm wohl­ge­fallen.

10 Denn wir alle müs­sen vor dem Rich­ter­stuhl Chris­ti of­fen­bar wer­den, damit ein jeg­li­cher emp­fan­ge, was er ver­mit­tels des Lei­bes ge­wirkt hat, es sei gut oder böse.

11 In die­sem Be­wusst­sein nun, dass der Herr zu fürch­ten sei, su­chen wir die Men­schen zu über­zeu­gen, Gott aber sind wir of­fen­bar; ich hoffe aber auch in eurem Ge­wis­sen of­fen­bar zu sein.

12 Wir emp­feh­len uns nicht aber­mals selbst, son­dern wir geben euch Ge­le­gen­heit, von uns zu rüh­men, damit ihr es denen ent­ge­gen­hal­ten könnt, die sich des Äu­ßern rüh­men, aber nicht des Her­zens.

13 Denn waren wir je von Sin­nen, so waren wir es für Gott; sind wir bei Sin­nen, so sind wir es für euch.

14 Denn die Liebe Chris­ti hält uns zu­sam­men, die wir dafür halten, dass, wenn einer für alle ge­stor­ben ist, so sind sie alle ge­storben;

15 und er ist darum für alle ge­stor­ben, damit die, wel­che leben, nicht mehr sich selbst leben, son­dern dem, der für sie ge­stor­ben und auf­er­stan­den ist.

16 So ken­nen wir denn von nun an nie­mand mehr nach dem Fleisch; und wenn wir auch Chris­tus nach dem Fleisch ge­kannt haben, so ken­nen wir ihn doch nicht mehr so.

17 Darum, ist je­mand in Chris­tus, so ist er eine neue Kre­a­tur; das Alte ist ver­gan­gen, siehe, es ist alles neu ge­worden!

18 Das alles aber von Gott, der uns durch Chris­tus mit sich selbst ver­söhnt und uns den Dienst der Ver­söh­nung ge­ge­ben hat;

19 weil näm­lich Gott in Chris­tus war und die Welt mit sich selbst ver­söhn­te, indem er ihnen ihre Sün­den nicht zu­rech­ne­te und das Wort der Ver­söh­nung in uns legte.

20 So sind wir nun Bot­schaf­ter an Chris­ti Statt, und zwar so, dass Gott selbst durch uns er­mahnt; so bit­ten wir nun an Chris­ti Statt: Las­set euch ver­söh­nen mit Gott!

21 Denn er hat den, der von kei­ner Sünde wuss­te, für uns zur Sünde ge­macht, auf dass wir in ihm Ge­rech­tig­keit Got­tes würden.


Verwen­de­ter Text: Schlachter Bibel 1951.
Übersetzt von Franz-Eugen Schlachter.
© Genfer Bibel­ge­sell­schaft 1951. Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Projekt.

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