„Ein un­ver­kenn­ba­res Wun­der­zeichen“

Apg 4, 16 b

Le­sung der 'Apos­tel­ge­schich­te'

Apg 4

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Um 63 n. Chr.

Wäh­rend sie noch zum Volk re­de­ten, tra­ten die Pries­ter sowie der Tem­pel­haupt­mann und die Sad­du­zä­er an sie heran;

diese waren näm­lich un­wil­lig da­r­über, dass sie dem Volk ihre Lehre vor­tru­gen und die an Jesus voll­führ­te Auf­er­ste­hung von den Toten ver­kün­de­ten.

Sie nah­men sie also fest und setz­ten sie in Ge­wahr­sam bis zum fol­gen­den Mor­gen; es war näm­lich be­reits Abend.

Viele aber von denen, wel­che die An­spra­che (des Pe­trus) ge­hört hat­ten, waren zum Glau­ben ge­kom­men, so dass die Zahl der (gläu­bi­gen) Män­ner sich (nun­mehr) auf etwa fünf­tau­send be­lief.

Am an­dern Mor­gen aber ver­sam­mel­ten sich ihre Obe­ren sowie die Äl­tes­ten und Schrift­ge­lehr­ten in Je­ru­sa­lem,

auch der Ho­he­pries­ter Han­nas, fer­ner Kai­phas, Jo­han­nes, Ale­xan­der und alle, die zu einer ho­hen­pries­ter­li­chen Fa­mi­lie ge­hör­ten.

Dann ließ man sie vor­füh­ren und frag­te sie: »Durch was für eine Kraft oder durch wel­chen Namen habt ihr dies (Zei­chen) voll­führt?«

Da wurde Pe­trus mit hei­li­gem Geist er­füllt und sagte zu ihnen: »Ihr Obe­ren des Vol­kes und ihr Äl­tes­ten!

Wenn wir uns heute wegen der einem kran­ken Men­schen er­wie­se­nen Wohl­tat zu ver­ant­wor­ten haben (und ge­fragt wer­den), durch wen die­ser Mann hier gesund ge­wor­den sei,

10 so soll euch allen und dem Volk Is­ra­el kund­ge­tan sein: In der Kraft des Na­mens Jesu Chris­ti von Na­za­reth, den ihr ge­kreu­zigt habt, den Gott aber von den Toten auf­er­weckt hat – ja, durch des­sen Namen steht der Mann hier ge­sund vor euch!

11 Die­ser (Jesus) ist der von euch Bau­leu­ten ver­wor­fe­ne Stein, der zum Eck­stein ge­wor­den ist;

12 und in kei­nem an­dern ist die Ret­tung zu fin­den; denn es ist auch kein an­de­rer Name unter dem Him­mel den Men­schen ge­ge­ben, in dem wir ge­ret­tet wer­den sol­len.«

13 Als sie nun die freu­di­ge Zu­ver­sicht des Pe­trus und Jo­han­nes sahen und in Er­fah­rung ge­bracht hat­ten, dass es Men­schen ohne Schu­lung und ohne ge­lehr­te Bil­dung waren, ver­wun­der­ten sie sich; sie er­kann­ten auch wohl, dass sie Be­glei­ter Jesu ge­we­sen waren,

14 und weil sie den Mann, der ge­heilt wor­den war, bei ihnen ste­hen sahen, wuss­ten sie nichts zu ent­geg­nen.

15 Sie lie­ßen sie also aus der Rats­sit­zung ab­tre­ten und be­rie­ten mit­ein­an­der die Frage:

16 »Was sol­len wir mit die­sen Men­schen ma­chen? Denn dass ein un­ver­kenn­ba­res Wun­der­zei­chen durch sie ge­sche­hen ist, das ist allen Ein­woh­nern Je­ru­sa­lems be­kannt ge­wor­den, und wir kön­nen es nicht be­strei­ten.

17 Damit aber die Kunde davon sich nicht noch wei­ter unter dem Volk ver­brei­tet, wol­len wir ihnen ernst­lich ge­bie­ten, in Zu­kunft zu kei­nem Men­schen mehr unter Nen­nung die­ses Na­mens zu reden.«

18 Sie lie­ßen sie dann wie­der he­r­ein­ru­fen und ge­bo­ten ihnen, über­haupt nichts mehr unter Nen­nung des Na­mens Jesu ver­lau­ten zu las­sen und zu leh­ren.

19 Doch Pe­trus und Jo­han­nes ant­wor­te­ten ihnen mit den Wor­ten: »Ur­teilt selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu ge­hor­chen als Gott!

20 Wir un­ser­seits kön­nen es ja un­mög­lich un­ter­las­sen, von dem zu reden, was wir ge­se­hen und ge­hört haben!«

21 Jene füg­ten noch wei­te­re Dro­hun­gen hinzu, lie­ßen sie dann aber frei, weil sie keine Mög­lich­keit fan­den, sie zu be­stra­fen, (auch) mit Rück­sicht auf das Volk, weil alle Gott wegen des Ge­sche­he­nen prie­sen;

22 denn über vier­zig Jahre war der Mann alt, an dem die­ses Hei­lungs­wun­der ge­sche­hen war.


23 Nach ihrer Frei­las­sung kehr­ten Pe­trus und Jo­han­nes zu den Ihri­gen zu­rück und be­rich­te­ten ihnen alles, was die Ho­hen­pries­ter und die Äl­tes­ten zu ihnen ge­sagt hat­ten.

24 Als jene es ver­nom­men hat­ten, er­ho­ben sie ein­mü­tig ihre Stim­me zu Gott und be­te­ten: »Herr, du bist es, der den Him­mel und die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, ge­schaf­fen hat;

25 du hast durch den hei­li­gen Geist zu un­sern Vä­tern durch den Mund Da­vids, dei­nes Knech­tes, ge­sagt: ›Was soll das Toben der Hei­den und das eitle Sin­nen der Völ­ker?

26 Die Kö­ni­ge der Erde er­he­ben sich, und die Fürs­ten rot­ten sich zu­sam­men gegen den Herrn und gegen sei­nen Ge­salb­ten!‹

27 Ja, es haben sich in Wahr­heit gegen dei­nen hei­li­gen Knecht Jesus, den du ge­salbt hast, in die­ser Stadt He­ro­des und Pon­ti­us Pi­la­tus mit den Hei­den und den Volks­scha­ren Is­ra­els zu­sam­men­ge­tan,

28 um alles aus­zu­füh­ren, was deine Hand und dein Rat­schluss vor­her­be­stimmt haben, dass es ge­sche­hen sollte.

29 Und jetzt, Herr, blicke hin auf ihre Dro­hun­gen und ver­lei­he dei­nen Knech­ten Kraft, dein Wort mit allem Frei­mut zu ver­kün­di­gen!

30 Stre­cke deine Hand dabei zu Hei­lun­gen aus und lass Zei­chen und Wun­der durch den Namen dei­nes hei­li­gen Knech­tes Jesus ge­sche­hen!«

31 Als sie so ge­be­tet hat­ten, er­beb­te die Stät­te, wo sie ver­sam­melt waren, und sie wur­den alle vom hei­li­gen Geist er­füllt und ver­kün­dig­ten das Wort Got­tes un­er­schro­cken.


32 Die Ge­samt­heit der Gläu­big­ge­wor­de­nen aber war ein Herz und eine Seele, und kein ein­zi­ger nann­te ein Stück sei­nes Be­sit­zes sein aus­schließ­li­ches Ei­gen­tum, son­dern sie hat­ten alles als Gemein­gut.

33 Zudem leg­ten die Apos­tel mit gro­ßem Nach­druck Zeug­nis von der Auf­er­ste­hung des Herrn Jesus ab, und alle er­freu­ten sich gro­ßer Be­liebt­heit.

34 Denn es gab auch kei­nen Not­lei­den­den unter ihnen; alle näm­lich, wel­che Län­de­rei­en oder Häu­ser be­sa­ßen, ver­kauf­ten diese, brach­ten dann den Erlös aus dem Ver­kauf

35 und stell­ten ihn den Apos­teln zur Ver­fü­gung; davon wurde dann jedem nach sei­ner Be­dürf­tig­keit zu­ge­teilt.

36 So besaß (z.B.) Jo­seph, der von den Apos­teln den Bei­na­men Bar­na­bas, das heißt auf deutsch1 ›Sohn der Trös­tung‹, er­hal­ten hatte, ein Levit, aus Cy­pern ge­bür­tig, einen Acker;

37 den ver­kauf­te er, brach­te dann den Geld­be­trag und stell­te ihn den Apos­teln zur Ver­fü­gung.

 


1) „… das heißt auf deutsch …“
Im griech. Grund­text (NA 26) steht al­ler­dings (nach der In­ter­li­ne­ar­über­set­zung von Dietz­fel­bin­ger) »über­setzt wer­dend«; wie Jesus eben auch eine Ret­tung für Men­schen aus allen Na­ti­o­nen auf Gol­ga­tha er­wirkt hat.

Verwen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
Ent­nom­men dem Xiphos / Sword -Pro­jekt.

Link zu 'Xiphos' (= Schwert; ge­meint das des Geis­tes): xiphos.org

Link zu 'Sword': crosswire.org

 

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